Versicherungsschutz
Praktikant bei Arbeiten an der Werkbank © Matthias Popp / DGUV

Abgesichert bei Praktikum und Ferienjob

Grundsätzlich sind auch junge Leute bei der Ferienarbeit und bei Praktika gesetzlich unfallversichert, wobei der Arbeitgeber die Beiträge bezahlt – genau wie bei allen anderen Beschäftigten in einem Betrieb.

Grundsätzlich sind auch junge Leute bei der Ferienarbeit und bei Praktika gesetzlich unfallversichert, wobei der Arbeitgeber die Beiträge bezahlt – genau wie bei allen anderen Beschäftigten in einem Betrieb.

Während der Sommer- und Semesterferien schnuppern viele Schülerinnen und Schüler sowie Studierende in Unternehmen hinein. Die einen sammeln beim Praktikum Erfahrungen, andere verdienen sich mit Ferienjobs etwas dazu. Für die Betriebe ist das eine gute Gelegenheit, sich den Jugendlichen zu präsentieren und als zukünftige Arbeitgeber vorzustellen. Dabei sind die jungen Leute während dieser Tätigkeiten gesetzlich unfallversichert. Wie lange die Praktika oder die Anstellung dauern und ob sie vergütet sind, spielt dabei keine Rolle.

Unbezahlte Praktika

So ist zum Beispiel eine Schülerin, die in einem unbezahlten Praktikum für eine Woche einen Kleinbetrieb kennenlernt, ab dem ersten Tag für die gesamte Arbeitswoche gesetzlich unfallversichert. Die Beiträge dafür zahlt der Arbeitgeber, genau wie auch bei allen anderen Beschäftigten im Betrieb.

Sollte der Praktikantin ein Unfall bei der Arbeit oder auf dem Arbeitsweg zustoßen oder sollte sie während der Praktikumszeit an einer Berufskrankheit erkranken, ist der Unfallversicherungsträger des Unternehmens zuständig. Die Versicherung übernimmt die Kosten für Heilbehandlungen, Rehabilitation und auch für Pflegeleistungen, sollte es zu einer Pflegebedürftigkeit kommen.

Übernahme von Lohnersatzleistungen

Verdient sich beispielsweise ein Student während der Semesterferien durch einen Mini-Job etwas dazu, trägt die gesetzliche Unfallversicherung zudem eventuell anfallende Entgeltersatzleistungen. Sie springt also ein, wenn dem Ferienjobber aufgrund eines Arbeits- oder Wegeunfalls das Einkommen wegbricht, das er während der Anstellung verdient hätte. Das gilt natürlich ebenso für bezahlte Praktika.

Tätigkeiten im Ausland

Bei Praktika und Ferienjobs im Ausland kommt es darauf an, in welchem Staat diese absolviert werden. Je nachdem, ob ein Staat innerhalb Europas liegt und ob er mit Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat, gelten teils unterschiedliche Regelungen. Wer außerhalb Deutschlands arbeiten möchte, sollte sich darüber informieren, welche Regelungen in Bezug auf das Zielland gelten und ob der Unfallversicherungsschutz über das Zielland besteht oder nach deutschen Vorschriften gewährleistet ist. Auch Unternehmen sollten aufpassen, wenn sie zum Beispiel Auszubildende für ein Betriebspraktikum in ein Partnerunternehmen im Ausland schicken. Sie sollten sich vorab nach dem Unfallversicherungsschutz während des Auslandspraktikums erkundigen.

Für Praktikantinnen und Praktikanten aus dem Ausland gelten in Unternehmen in Deutschland dieselben Regeln wie für jene aus dem Inland. Es sei denn, durch europäische Regelungen oder Sozialversicherungsabkommen ergeben sich Besonderheiten, aufgrund derer bereits nach dem Recht des anderen Staates ein Versicherungsschutz besteht.

Hinweis: Betrieben ist es verboten, Kinder unter 15 Jahren zu beschäftigen – auch für ein Praktikum. Für Minderjährige, die noch der Schulpflicht unterliegen, gilt: Sie dürfen nur während der Schulferien arbeiten und nicht mehr als vier Wochen pro Kalenderjahr.

Weitere Informationen zu Versicherungsschutz für Schule, Studium und Praktikum finden Sie auf:

http://www.dguv.de/de/versicherung/versicherte_personen/kinder/praktika_studium/
http://www.dguv.de/de/versicherung/versicherte_personen/kinder/schueler/