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SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung verlängert und angepasst
Um Kontakte im Betrieb einzuschränken, kann Arbeiten im Homeoffice nach wie vor sinnvoll sein. Die Pflicht dazu entfällt jedoch. © Adobe Stock/fizkes
Corona

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung verlängert und angepasst

Unternehmen sind ab sofort verpflichtet, Mitarbeitende über Risiken einer COVID-19-Erkrankung und über Impfangebote zu informieren.

Datum: 06.09.2021

Mit Beschluss der Bundesregierung wird die seit Beginn des Jahres geltende SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung verlängert. Gleichzeitig erlauben Änderungen der Verordnung, betriebliche Infektionsschutzmaßnahmen an Infektionszahlen und die gestiegene Impfquote anzupassen.

Die wichtigsten Änderungen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung

  • Arbeitgebende sind verpflichtet, Beschäftigte über die Risiken einer COVID-19-Erkrankung und bestehende Möglichkeiten einer Impfung zu informieren.
  • Ebenfalls sollen Betriebe die Betriebsärztinnen und Betriebsärzte bei betrieblichen Impfangeboten unterstützen sowie Beschäftigte für die Impfung freistellen.
  • Räume sollten nur dann von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden, wenn das für den Betrieb nötig ist.

Weiterhin gelten folgende Maßnahmen:

  • Arbeitgebende sind verpflichtet, Beschäftigten, die vor Ort im Betrieb arbeiten, mindestens zweimal pro Woche Schnell- oder Selbsttests anzubieten.
  • Die Pflicht zum Homeoffice-Angebot entfällt. Um Kontakte im Betrieb einzuschränken, kann Arbeiten im Homeoffice jedoch nach wie vor sinnvoll sein.
  • Betriebe müssen Hygienepläne erstellen und umsetzen.
  • Wissen Arbeitgebende, ob ihre Beschäftigten von COVID-19 genesen oder geimpft sind, können sie dieses Wissen berücksichtigen, wenn sie Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen festlegen oder umsetzen.
  • Betriebe müssen mindestens medizinische Gesichtsmasken bereitstellen, wenn Schutz anders nicht gewährleistet ist.
  • Regelmäßiges und ausreichendes Lüften muss gewährleistet sein.
  • Der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen muss gewährleistet sein.
  • Reduzierte Personenkontakte im Betrieb

Die Maßnahmen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung gelten voraussichtlich bis zum 24. November 2021.

Bestimmungen zum betrieblichen Testangebot im Detail

Sofern Beschäftigte nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, sind Arbeitgebende dazu verpflichtet, ihnen regelmäßig Selbst- und Schnelltests anzubieten – mindestens zweimal pro Woche.

Die Kosten für das betriebliche Testangebot tragen die Arbeitgebenden.

Weiterführende Informationen der DGUV

Weitere, branchenspezifische Angebote der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen zu Infektions- und Arbeitsschutz sind auf dieser Überblicksseite verlinkt.

Psychische Gesundheit und Sicherheit im Homeoffice

Geschrieben von: Redaktion