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Was Ehrenamtliche wissen sollten
Nur wer sich im Auftrag von Institutionen, zum Beispiel einer Hilfsorganisation, in der Geflüchtetenhilfe einbringt, ist dabei gesetzlich unfallversichert. © AdobeStock/Halfpoint
Arbeitswelt

Was Ehrenamtliche wissen sollten

Von Versicherungsschutz bis Trauma-Hilfe: Informationen der gesetzlichen Unfallversicherung für Menschen, die sich ehrenamtlich für Geflüchtete engagieren.

Datum: 23.03.2022

Aktuell verlassen tausende Ukrainerinnen und Ukrainer aufgrund des Krieges ihr Land. Viele Freiwillige in Deutschland wollen ihnen helfen, zum Beispiel Kleidung verteilen, ankommende Geflüchtete zu ihren Unterkünften fahren oder bei Behördengängen begleiten.

Sind sie dabei versichert?

Wer ehrenamtlich geflüchteten Menschen helfen will, sollte sich dafür am besten bei seiner Kommune oder einer lokalen Organisation melden. Nur im Auftrag solcher Institutionen ist der Versicherungsschutz durch die gesetzliche Unfallversicherung gegeben. Mehr über den Versicherungsschutz erfahren Sie in einer Pressemitteilung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Wie sich selbst und Traumatisierten helfen?

Bei der Hilfe von Geflüchteten können Ehrenamtliche schnell an ihre Grenzen kommen und Schwierigkeiten haben, das Erlebte zu verarbeiten. Vielleicht fragen sie sich auch, wie sie traumatisierten Menschen aus Kriegsgebieten helfen können. Ein Ratgeber der Unfallkasse Berlin unterstützt dabei, die richtige Hilfe bei einem Trauma zu erhalten oder zu vermitteln. Das niedrigschwellige Informationsangebot gibt es in vielen Sprachen, darunter auf Ukrainisch, Arabisch und Englisch.

Das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) hat ein neues Internetangebot für Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, auf den Weg gebracht. Dort stehen Informationen bereit, die ihnen die Ankunft erleichtern sollen. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer können die geflüchteten Menschen auf dieses Angebot hinweisen.

Schließlich sollten Ehrenamtliche sich über Hygienemaßnahmen bei ihrem Einsatz Gedanken machen, denn auf ihrer Flucht sind die Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten oft mit vielen anderen Personen auf engem Raum zusammen. Das erleichtert die Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Eine Publikation des Fachbereichs Aktuell der DGUV hält ausführliche Informationen bereit, wie sich alle schützen können, ohne auf den helfenden Einsatz zu verzichten.

Geschrieben von: Redaktion