Link to header
Lithium-Ionen-Akkus in Elektrogeräten
Elektrowerkzeug mit Lithium-Ionen-Akkus sind leistungsstark aber sensibel. © Shutterstock/stockphoto-graf, Julien N.
Arbeitswelt

Lithium-Ionen-Akkus in Elektrogeräten

Wenn ein Gerät mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgestattet ist, hat das einige Vorteile. Aber Vorsicht: Lithium ist ein chemisch hochreaktives Metall. Beschäftigte und Sicherheitsbeauftragte sollten die richtige Handhabung kennen.

Datum: 07.07.2020

Nicht nur in Smartphones stecken Lithium-Ionen- Akkus. Auch in Elektrowerkzeugen kommen sie zum Einsatz. Die Akkus sind gekapselt. Beim Betrieb von Geräten und besonders bei Lagerung und Transport der Akkus ist darauf zu achten, mechanische Einflüsse wie Stöße zu vermeiden. Sie können im Inneren einen Kurzschluss und in Folge einen Brand samt Freisetzung giftiger Stoffe und schädlicher Gase verursachen. „Und brennt der Akku einmal, ist Löschen kaum möglich“, betont André Grimm von der Abteilung Sicherheit der Hauptabteilung Prävention bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU).

Akkus dürfen weder extremen Hitzequellen ausgesetzt sein, noch sollen sie in brandgefährdeten Bereichen gelagert oder geladen werden. Beim Einsatz akkubetriebener Maschinen sind heiße Oberflächen zu vermeiden, ebenso wie Vollastbetreib bei niedriger Umgebungstemperatur. Die Pole der Akkus sollten bei Lagerung und Transport abgedeckt oder abgeklebt sein, um sie vor Kontakt mit leitfähigen Materialien zu schützen. Empfohlen wird, Akkus nur in der Originalverpackung zu transportieren. Und sie sollten kühl, frostfrei und trocken gelagert werden.

Ladezustand als Sicherheitsfaktor

Sowohl Überladung als auch Tiefentladung können Schäden verursachen. Erstere kann im Inneren zu unzulässigen Druckbelastungen und extremen Erwärmungen führen, mit Kurzschluss und Brand als möglicher Folge. Deshalb nur Originalladegeräte benutzen, die eine Überladung nicht zulassen! Eine Tiefentladung wird in der Regel durch eine Überwachungstechnik verhindert. Sie schaltet dann das Arbeitsgerät rechtzeitig aus.

Dennoch kann Tiefentladung durch lange Lagerung ohne Gebrauch entstehen. Zur Vorbeugung sollten leere Akkus erst geladen werden, bevor sie gelagert werden. Ladevorgänge wird man nicht permanent überwachen können. Extreme Überhitzung oder eine zu lange Ladedauer sollten jedoch auffallen. Solche Fehler deuten auf defekte Zellen im Akku hin. Dann gilt: Bitte überhaupt nicht mehr benutzen!

Checkliste zum sicheren Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus

  1. Akkus keinen Stößen, Hitze, Nässe und Staub aussetzen.
  2. Volllastbetrieb bei niedriger Außentemperatur vermeiden.
  3. Nur Originalladegerät verwenden (Überladungsstopp).
  4. Akkus nicht tiefentladen und nur mit ausreichender Ladung lagern.
  5. Transport nur gesichert, möglichst in der Originalverpackung.
  6. Pole abdecken. Nicht durch zufälligen Metallkontakt kurzschließen.
  7. Akkus, die sich beim Laden extrem erhitzen, nicht mehr benutzen.

Geschrieben von: Redaktion

weitere Themen

Wettlauf mit der Technik: Gefahrgut Lithiumbatterie
Update Recht

Wettlauf mit der Technik: Gefahrgut Lithiumbatterie

Wiederaufladbare Batterien gibt es immer häufiger. Falsch transportiert können sie allerdings Brände verursachen.

Sicheres Schweißen mit der richtigen Ausrüstung
Arbeitswelt

Sicheres Schweißen mit der richtigen Ausrüstung

Schweißen ist eine Tätigkeit, bei der es leicht zu einem Unfall oder Gesundheitsschaden kommen kann. Daher haben die Gefährdungsbeurteilung und die.

Gefahrenquellen vermeiden: Aus TOP wird STOP
Arbeitswelt

Gefahrenquellen vermeiden: Aus TOP wird STOP

Grundsätzlich gilt im Arbeitsschutz: technische Präventionsmaßnahmen kommen vor organisatorischen und personenbezogenen. Das ist das sogenannte TOP-Prinzip. Seine Erweiterung heißt „STOP“, wobei.