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Wann ist ein Gehörschutz notwendig?
An dieser Stelle beantworten Fachleute Fragen unserer Leserinnen und Leser zu Arbeits- und Versicherungsschutz. © Raufeld Medien
Arbeitswelt

Wann ist ein Gehörschutz notwendig?

An dieser Stelle beantworten Fachleute Fragen unserer Leserinnen und Leser zu Arbeits- und Versicherungsschutz.

Datum: 03.03.2022

Zwei Mitarbeiter in unserem Betrieb arbeiten nur zwei Stunden pro Tag in einem Bereich mit einem Lärmpegel über 85 Dezibel. Müssen sie dennoch ihre Ohren schützen?

Claudia Mattke, Leiterin des DGUV Sachgebiets Gehörschutz:

Der sogenannte Tages-Lärmexpositionspegel legt fest, welche Maßnahmen gegen Lärm getroffen werden müssen. Dazu misst man den Dauerschalldruckpegel und mittelt ihn über eine Acht-Stunden-Schicht. Liegt dieser über 85 Dezibel, ist unter anderem ein Gehörschutz verpflichtend.

Bei einer Aufenthaltsdauer von nur zwei Stunden pro Tag kann der gemittelte Tages-Lärmexpositionspegel unter 85 Dezibel fallen, sodass kein Gehörschutz mehr getragen werden müsste. Diese Lücke wurde in der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (§ 7, Abs. 4) geschlossen. Sie besagt: Beschäftigte, die einen Lärmbereich betreten, müssen jederzeit Gehörschutz tragen.

Geschrieben von: Redaktion