Kommunikation

Reden ist das A und O im Betrieb

Die Präventionskampagne „kommmitmensch“ gibt Tipps zum Ansprechen problematischer Sachverhalten. Auch für Sicherheitsbeauftragte ist gute Kommunikation ein wichtiges Handwerkszeug. Ein kurzer Dialog zeigt, wie Sicherheitsbeauftragte durch wertschätzendes Ansprechen einen Beitrag zur Suchtprävention leisten können. Denn nicht nur Alkohol, sondern auch die exzessive Nutzung von Medien und Internet kann schleichend in eine Sucht übergehen und zur Abhängigkeit führen. Da sollte man nicht einfach wegschauen, auch als Kollegin oder Kollege.

Die Sicherheitsbeauftragte Sandra Ecker spricht auf dem Sommerfest ihre junge Kollegin Miriam Bäsler an. Diese ist gerade – wie eigentlich immer, und das auch im Büro – in das Display ihres privaten Smartphones vertieft.

Sandra Ecker: Hey Miriam! Schon wieder nur am Handy? Keine Lust, mit den Leuten zu quatschen?
Miriam Bäsler: Nö, echt keine Lust.
Sandra Ecker: Um ehrlich zu sein, mache ich mir ein bisschen Sorgen um dich. Wir waren doch immer gute Kumpels. Aber in letzter Zeit wirkst du oft unkonzentriert und gestresst. Und dann immer das Smartphone vor der Nase.
Miriam Bäsler: Ach, das ist mir gar nicht so aufgefallen. Aber warum solltest du dir deswegen Sorgen machen?
Sandra Ecker: Weil ich das Gefühl habe, dass du nicht mehr die Alte bist. Was hältst du davon, wenn wir morgen mal im Büro darüber sprechen? Und jetzt sollten wir erstmal ein bisschen mit den anderen feiern.
Miriam Bäsler:Vielleicht hast du ja nicht ganz Unrecht. Wir sprechen morgen darüber und für den Moment mach ich das Ding aus.


Nachahmenswert – warum?

  • Die Sicherheitsbeauftragte spricht offen an, was ihr auffällt.
  • Anstatt zu mahnen, erklärt sie zunächst, wie sie die Situation erlebt und was das „mit ihr macht“.
  • Durch ihr empathisches Vorgehen gelingt es ihr, die Kollegin zum Nachdenken zu bringen.
  • Sie bietet Hilfe an, in Form eines Gesprächs am folgenden Tag.
  • Mit ein bisschen zeitlichem Abstand lässt sich das Problem dann erneut angehen.