Prävention
Mann mit Gehörschutz © shutterstock/Phovoir

Ohne Folgeschaden

Von telefonierenden Kolleginnen und Kollegen bis hin zu Maschinenlärm: Beschäftigte können bei ihrer Tätigkeit einer Vielzahl von Geräuschen ausgesetzt sein. Vor dauerhaften Schäden durch Lärmbelastung bewahrt der passende Gehörschutz.

Um die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu gewährleisten, gilt es, vor Lärm am Arbeitsplatz zu schützen. Denn Lärm kann das Gehör unheilbar schädigen. Das, was Personen als Lärm empfinden, ist zunächst vom Geräusch selbst abhängig, also von physikalischen Größen wie Frequenz oder Schalldruckpegel. Da die subjektive Wahrnehmung bei der Lärmbeurteilung jedoch eine maßgebliche Rolle spielt, fallen unter Lärm grundsätzlich alle Geräusche, die ein Mensch als belästigend empfindet und die der Gesundheit schaden. Wer häufig Geräusche als unerwünscht, störend oder belästigend wahrnimmt,

  • ist schneller gestresst,
  • ärgert sich leichter,
  • ist häufiger nervös,
  • hat ein erhöhtes Risiko, Fehler zu machen,
  • ist in der Leistungsfähigkeit beeinträchtigt,
  • unterliegt einer erhöhten Unfallgefahr

Geeigneter Gehörschutz

Laut der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung sind Arbeitgeber verpflichtet, ab einem Tages-Lärmexpositionspegel von 80 dB(A) ihren Beschäftigten einen Gehörschutz zur Verfügung zu stellen. Die Abkürzung dB steht dabei für „Dezibel“, die Maßeinheit für den Schalldruckpegel. Ab 85 dB(A) müssen Betriebe sicherstellen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Gehörschützer auch tatsächlich tragen. Es gibt verschiedene Arten von Gehörschützern, für die jeweils sogenannte H-, M- und L-Werte angegeben werden. Diese Werte besagen, wie stark ein Gehörschutz hoch-, mittel- und tieffrequente Geräusche dämmt. Wichtig ist, dass die Gehörschützer zur Arbeits- und Lärmsituation passen und die Beschäftigten in ihrer Tätigkeit nicht beeinträchtigen.

Risiko Lärmschwerhörigkeit

Wenn Beschäftigte Lärm von hoher Intensität ausgesetzt sind, leiden sie oft noch Stunden oder Tage danach unter einer Hörstörung. Diese legt sich meist erst nach einer gewissen Erholungszeit wieder. Aus einer dauerhaften Lärmbelastung kann allerdings eine bleibende und unheilbare Hörschädigung resultieren, die sogenannte Lärmschwerhörigkeit. Sie ist nach wie vor die häufigste anerkannte Berufskrankheit.