Kommunikation

Aufeinander achtgeben

Gute Kommunikation, als Kollege unter Kollegen, ist ein wichtiges Handwerkszeug für Sicherheitsbeauftragte. Das kann helfen, wenn am Arbeitsplatz psychische Belastungen wahrgenommen werden. Folgendes Beispiel könnte sich auch in Ihrem Betrieb ereignen. 

Die Sicherheitsbeauftragte Marita Mai trifft in der Kaffeeküche auf ihren Kollegen Herbert Maler. Schon seit einiger Zeit wirkt der sonst motivierte und immer fröhliche Mitarbeiter verändert. Er macht einen niedergeschlagenen und abwesenden Eindruck.

Marita Mai: Guten Morgen, Herr Maler, ist alles in Ordnung? Ich habe in letzter Zeit den Eindruck, als läge Ihnen etwas auf dem Herzen?
Herbert Maler: Nein, nein, alles gut. Jetzt muss ich aber weg.
Marita Mai: Ich kenne Sie als einen ausgesprochen zuverlässigen und kompetenten Kollegen. Ich würde es bedauern, wenn Sie sich nicht wohlfühlen und Sie etwas bedrückt.
Herbert Maler: Oh danke. Aber ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll. Irgendwie ist mir gerade alles zu viel.
Marita Mai: Wenn Sie mögen, können wir uns einmal in Ruhe zusammensetzen und schauen, wo der Schuh drückt. Vielleicht kann ich ja helfen. Wollen Sie mal bei mir vorbeikommen? Die Bürotür ist offen.
Herbert Maler: Das wäre wohl nicht schlecht. Vielen Dank!


Nachahmenswert – warum?

  • Die Sicherheitsbeauftragte teilt mit, dass ihr etwas aufgefallen ist.
  • Sie signalisiert deutlich ihr Interesse und spricht dem Mitarbeiter ihre Wertschätzung aus.
  • Sie bietet ein Gespräch und – so weit sie kann – Unterstützung an.
  • Ihr gesamtes Vorgehen ist sehr vorsichtig und empathisch.

Weitere Anregungen zur Kommunikation liefert die kommmitmensch-Kampagne.