DGUV Test
Frittiergerät© shutterstock / Parilov

Brennende Frittiergeräte 

Für Brände in gewerblichen Küchen sind häufig Frittiergeräte verantwortlich. Meist versagt die Schutzmaßnahme gegen zu hohe Fetttemperatur. In diesen Fällen überhitzt das Fett und entzündet sich von selbst. Erhebliche Sach- und Personenschäden können die Folge sein.

Elektromechanische Schutztemperaturbegrenzer

Bis heute sind in Frittiergeräten elektromechanische Schutztemperaturbegrenzer (STB) eingebaut, die nach dem Kapillarrohrprinzip arbeiten. Diese schalten nur bei Ausfall des Temperaturreglers oder in wenigen anderen Fehlerszenarien die Heizungen ab. Wenn der Überhitzungsschutz von Frittiergeräten versagt und es zu einem Brand kommt, lässt sich das aber nicht immer auf den STB zurückführen. Häufig liegen die Gründe zum Beispiel in einer Lageänderung des Sensors oder im Quetschen des Kapillarrohrs. Auch Bedienfehler, wie das Schmelzen von Blockfett direkt auf den Heizkörpern, führen häufig zum Brand.

Hohe funktionale Sicherheit von Schutztemperaturbegrenzern

Die DGUV Test Prüf- und Zertifizierungsstelle Nahrungsmittel und Verpackung bei der Berufsgenossenschaft für Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) hat nun ein Konzept für einen STB entwickelt, der die Schwachstellen kompensiert und über eine hohe funktionale Sicherheit verfügt. Die Prüfstelle hat die Umsetzung begleitet. Der Hersteller erhielt ein Zertifikat über die „Einhaltung der Funktionalen Sicherheit“.

Die sicherheitsrelevanten Vorteile des elektronischen Schutztemperaturbegrenzers lauten:

  • Abschalten der Heizung bei Unterschreitung des minimalen Fettstandes
  • Blockfett auf Heizkörpern führt nicht zu Überhitzung des Fetts und zum Brand
  • Zwei dauerhaft fixierte Temperatursensoren in einem stabilen Edelstahlrohr
  • Überwachung, Vorwarnung und Sperrung, wenn die Lebenszeit von kritischen Bauteilen überschritten ist
  • Wiederanlaufsperre nach Stromausfall (Option)
  • STB-Test durch Service-Mitarbeiter ohne Brandrisiko auslösbar
  • Akustische und optische Rückmeldung bei Fehlern

Weiterführende Informationen finden Sie hier: www.pz.bgn.de