Gesundheitsschutz
Checkboxen werden angehakt© Thinkstock / pikepicture

Passiert. Und nun?

Es gehört zu den Arbeitgeberpflichten, Arbeitsunfälle an die gesetzliche Unfallversicherung zu melden. Aber auch Sicherheitsbeauftragte sollten die notwendigen Schritte zur Unfallmeldung kennen. 

Grundsätzlich ist das Arbeitsleben immer sicherer geworden. Dies lässt sich durch Zahlen eindrucksvoll untermauern: Im Jahr 2016 ereigneten sich in Deutschland 13,94 meldepflichtige Arbeitsunfälle pro 1 Million Arbeitsstunden. 20 Jahre zuvor waren es noch 26,89. Statistisch gesehen ist das Risiko also fast um die Hälfte gesunken!

Gesetzliche Grundlage

Wenn es aber doch einmal zu einem Arbeitsunfall gekommen ist? Dann sind zunächst – je nach Schwere der Verletzung – Maßnahmen der Ersten Hilfe zu ergreifen und eine ärztliche Versorgung sicherzustellen. Es gibt aber auch einen wichtigen formalen Schritt, nämlich die Erstattung einer Unfallanzeige. „Die gesetzliche Regelung hierzu ist eindeutig“, erklärt Ronald Hecke von der Abteilung Versicherung und Leistungen der DGUV. „Paragraf 193 des Sozialgesetzbuchs VII schreibt vor, dass Unternehmerinnen und Unternehmer Unfälle von Beschäftigten anzuzeigen haben, wenn aus den Verletzungen eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen resultiert.“ In dem seltenen Fall, dass ein Arbeitsunfall tödlich ausgeht, gilt diese Anzeigepflicht ebenfalls.

So geht's

Zum Melden eines Arbeitsunfalls wird ein einfaches Formblatt im Umfang einer DIN-A4-Seite ausgefüllt. Das Formblatt sowie Erläuterungen zum Ausfüllen gibt es auf der Website der DGUV. Was sonst noch zu beachten ist, lässt sich aus der Checkliste rechts entnehmen. Wichtig zu wissen: Alle hier wiedergegebenen Informationen gelten auch für Wegeunfälle. Denn der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, der ein Optimum an ärztlicher Behandlung und Reha-Leistungen sicherstellt, greift nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch auf dem Weg dorthin und zurück.

Weitere Infos:
dguv.de