Gesundheitsschutz
© shutterstock / ahnhuynh

Riskante UV-Strahlung

Die UV-Strahlung der Sonne erhöht das Risiko, an weißem Hautkrebs zu erkranken. Besonders Beschäftigte, die im Freien arbeiten, sind gefährdet.

Als Leiter des Fachgebiets Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Osnabrück berichtet Prof. Dr. med. Swen Malte John aus Erfahrung: „Viele Menschen machen den Fehler, sich in den Frühlings- oder auch den Herbstmonaten mittags ungeschützt der Sonne auszusetzen. Natürlich hat die Sonne im Sommer am meisten Kraft, aber auch im April oder Oktober reicht bei vielen von uns eine dreißigminütige Mittagspause bereits aus, um sich einen Sonnenbrand zu holen und letztlich dauerhafte Hautschäden entstehen zu lassen.“ Dies gilt umso mehr, da die von der Sonne ausgehende ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung) um die Mittagszeit am stärksten ist.

Weißer Hautkrebs durch UV-Strahlung

Die UV-Strahlung der Sonne erhöht das Risiko, an weißem Hautkrebs zu erkranken. Er ist in Deutschland die häufigste Krebsart überhaupt. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erkrankten im Jahr 2016 etwa 213.000 Menschen an einem Basalzellkarzinom oder Plattenepithelkarzinom, wie der weiße Hautkrebs in der Fachsprache heißt.

Regelmäßige Untersuchungen der Haut

Hoher UV-Strahlung ausgesetzt sind besonders Menschen, die häufig im Freien arbeiten. Dazu gehören Beschäftigte im Baugewerbe, in der Landwirtschaft oder auch in öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern und Klärwerken. „Es ist sehr wichtig, dass sich gerade diese Berufsgruppen mindestens alle zwei Jahre auf Hautveränderungen untersuchen lassen. Die Untersuchung kann zum Beispiel durch Betriebsärztinnen und -ärzte oder im Rahmen des von den gesetzlichen Krankenkassen getragenen Hautkrebsscreenings erfolgen“, erklärt der Hautarzt Prof. John. „Entscheidend ist außerdem die Aufklärung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, wie sie sich vor der Sonneneinstrahlung effizient schützen, damit Hautkrebs gar nicht erst entsteht.“

Schatten als Indiz für UV-Exposition

Ein Tipp von Prof. Dr. med. Swen Malte John, Leiter des Fachgebiets Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Osnabrück: Ein einfacher Test verrät, wie stark die UV-Exposition in etwa einzuschätzen ist: Je größer der eigene Schatten, desto geringer ist die Strahlung. Steht die Sonne mittags an ihrem höchsten Punkt, so ist kaum ein Schatten sichtbar, während er etwa nachmittags um 16 Uhr „überlebensgroß“ erscheint. Generell gilt die Regel, möglichst zwischen 11 und 15 Uhr die Sonne zu meiden – und zwar nicht nur im Sommer. Denn während dieser Tageszeit treffen mehr als zwei Drittel der täglichen UV-Strahlung auf die Erdoberfläche.

Die DGUV bietet auf ihrer Website hilfreiches Infomaterial: www.dguv.de