DGUV Test
LKW mit Anbau© shutterstock / Kondrelena

Steuerung von Fahrzeuganbauten und -aufbauten

Auch komplexe Maschinen sollten möglichst einfach, selbsterklärend, intuitiv und flexibel zu bedienen sein. Dies gilt auch für Auf- und Anbauten von Fahrzeugen. Eine Möglichkeit besteht darin, diese Aufbauten mit sogenannten Smart Devices, also einem Smartphone, Tablet oder ähnlichem Gerät zu steuern.

Im Rahmen von Herstelleranfragen an die DGUV Test Prüf- und Zertifizierungsstelle des Fachbereichs Verkehr und Landschaft zeigte sich deutlich, dass nach heutigem Entwicklungsstand keine ausreichenden Nachweise über die Gewährleistung der funktionalen Sicherheit bei der Steuerung von sicherheitsrelevanten Maschinenfunktionen mittels Smart Devices (etwa nach DIN EN ISO 13849 oder IEC 61508) erbracht werden konnten. Als kritisch erweist es sich unter anderem, ob die folgenden Aspekte sichergestellt werden können:

  • Not-Halt-Funktion entsprechend einschlägiger Standards
  • Vermeidung des unbeabsichtigten Auslösens von Funktionen
  • Ausreichende Ablesbarkeit der Displays auch bei Sonneneinstrahlung
  • Sichere Übertragung der Daten über die drahtlose Verbindung
  • Wegfall der Ortsbindung der Bedienperson an eine feste Bedienposition
  • Ausreichende Echtzeitfähigkeit
  • Sichere Zuordnung des Bedienteils zu dem Fahrzeugan- oder -aufbau

Nach Einschätzung von DGUV Test kommen Smart Devices vor allem in Frage, um vorhandene herkömmliche Bedieneinrichtungen, etwa feste Bedienstellen oder Funkfernsteuerungen, zu ergänzen. Als Mittel für Monitoring und Assistenz können sie beispielsweise zur Verbesserung der Bedienergonomie beitragen.

Weitere Infos:
dguv.de