Sicherheit bei Arbeiten in der Höhe

Absturzunfälle in Deutschland

Jedes Jahr sterben Menschen in Deutschland
durch Unfälle bei der Arbeit.
Im Jahr 2015 waren es 378 Menschen.
Im Jahr 2016 waren es 424 Menschen.
Die Hälfte von den Menschen stirbt durch Abstürze.
Das passiert besonders oft auf Bau-Stellen.
Was kann man gegen Abstürze machen?
Es gibt Regeln, damit es weniger Abstürze gibt.
Eine Regel ist: das TOP-Prinzip.
TOP ist die Abkürzung für technisch,
organisatorische und persönliche Hilfen.

Maßnahmen, um Abstürze zu verhindern

Wir stellen hier Maßnahmen vor,
um Abstürze zu verhindern.
Viele Maßnahmen kann man einfach umsetzen.
Sicherheits-Beauftragte und Arbeiter können
 die Maßnahmen umsetzen.
Dann gibt es weniger Abstürze.

Technische Hilfen

Das sind technische Hilfen:
Bei vielen Unfällen stürzen die Arbeiter
von einem Gerüst.
Gerüste müssen einen Seiten-Schutz haben.
Der Seiten-Schutz ist zum Beispiel ein Geländer.
Der Seiten-Schutz muss fest sein.
Nicht fest sind zum Beispiel dünne Holz-Latten.
Holz-Latten können leicht durchbrechen.
Manchmal müssen die Arbeiter ohne Seiten-Schutz arbeiten.
Dann hilft vielleicht ein Fang-Gerüst oder ein Schutz-Netz.
Wenn dann jemand stürzt, fällt er nicht so tief.
Dann sind die Verletzungen nicht so schlimm.

Organisatorische Hilfen

Das sind organisatorische Hilfen:
Wenn keiner in dem Bereich arbeitet,
 kann der Bereich geschlossen sein.
Zum Beispiel kann man die Tür abschließen.

Persönliche Hilfen

Das sind persönliche Hilfen:
Einige Arbeiter tragen bei der Arbeit
 einen Auffang-Gurt.
Zum Beispiel: Fenster-Putzer.
Einen Auffang-Gurt muss man
 an einer Stelle festmachen.
Die Stelle nennt man: Anschlags-Punkt.
Der Anschlags-Punkt muss sehr fest sein.
Der Holz-Rahmen von einem Fenster ist
 ein schlechter Anschlags-Punkt.
Der Holz-Rahmen bricht vielleicht.
Dann kann der Fenster-Putzer
abstürzen und sterben. 

© Text: Büro für Leichte Sprache
Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., 2018.

© Bilder: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V.
Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013