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Staffelstabübergabe unter Sicherheits­beauftragten gut vorbereiten
Wenn Sicherheitsbeauftragte wechseln, sollten alter und neuer Sibe eng zusammenarbeiten. © Raufeld Medien
Mission Sibe

Staffelstabübergabe unter Sicherheits­beauftragten gut vorbereiten

Verlassen Sicherheitsbeauftragte (Sibe) ein Unternehmen, endet damit nicht nur deren wertvolle Mitarbeit. Auch ihr Wissen droht, verloren zu gehen. Damit dies nicht passiert, geben Unternehmen ihren alten und neuen Sibe am besten viel Zeit für eine gemeinsame Einarbeitung. Diesen Übergang sollten sie ­intensiv nutzen.

Datum: 11.01.2021
Das ist für scheidende Sibe wichtig
  1. Tätigkeiten dokumentieren: Hilfreich ist es, wenn innerbetriebliche Arbeitsschutzregelungen und die Tätigkeiten von Sibe in Unternehmen gut dokumentiert sind. Wichtige Dokumente wie Betriebsvereinbarungen oder Leitlinien zur Sicherheit und Gesundheit sind am besten so aufbereitet, dass sich nachfolgende Sibe leicht zurechtfinden.
  2. Nützliches zusammentragen: Darüber hinaus sollten Informationen gesammelt werden, in denen es um wichtige Projekte geht, aber auch um empfehlenswerte Seminare und Fortbildungen.
  3. Persönliche Gespräche einplanen: Da das meiste Wissen der Sibe jedoch auf persönlichen Erfahrungen beruht, ist ein direkter Austausch besonders wichtig. In diesen Gesprächen geht es darum, zu vermitteln, wo die Tätigkeitsschwerpunkte liegen, wer im Unternehmen unterstützen kann, und zu besprechen, welchen Schwierigkeiten Sibe ausgesetzt sein können und welche Fettnäpfchen sich umgehen lassen. Hilfreich ist aber auch, wenn scheidende Sibe berichten, wie sich Ehrenamt und Beruf gut miteinander verbinden lassen, und aufzeigen, wo sie Erfolg hatten. Das motiviert!
Das ist für neue Sibe wichtig
  1. Fragen, fragen, fragen: Sibe, die ihre Tätigkeit gerade aufnehmen, nutzen am besten die Zeit, in der ihr Vorgänger oder die Vorgängerin noch greifbar ist. Sie sollten sich nicht scheuen, auch Fragen zu stellen, die Besonderheiten betreffen und nicht alltägliche Situationen. Am besten halten sie Kontakt.
  2. Schulungen nutzen: Seminare der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen helfen, sich aus- und weiterzubilden. Das frisch erworbene Wissen kann dann mit den praktischen Erfahrungen der bisherigen Sibe und den Gegebenheiten im Unternehmen abgeglichen werden.
  3. Sich vernetzen: Gibt es noch andere Sibe im Betrieb, gilt es, die Aufgabenverteilung zu klären. Weitere wichtige Abstimmungspartner sind die Fachkraft für Arbeitssicherheit und der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin. Einem guten Start in die Mission Sibe steht dann nichts mehr im Wege.

Hier werden die Aufgaben der Sicherheitsbeauftragten genauer definiert

Geschrieben von: Jörn Käsebier