Regeln
Verkehrsschilder © shutterstock / Olivier Le Moal

Verkehrsregeln

Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) räumt mit fünf populären Irrtümern im Straßenverkehr auf.

  1. Rechts überholen auf der Autobahn ist verboten. Das stimmt generell, aber es gibt Ausnahmen. Haben sich beispielsweise auf mehreren Fahrstreifen Schlangen gebildet und steht der Verkehr auf der linken Spur oder ist höchstens 60 km/h schnell, darf rechts mit maximal 20 km/h Unterschied, also im Höchstfall 80 km/h, überholt werden.
  2. Beim „Reißverschluss“ heißt es möglichst rasch einfädeln. Diese Annahme ist falsch. Beim Reißverschlussverfahren haben sich die Fahrzeuge erst zum Ende des sich schließenden Fahrstreifens einzuordnen.
  3. Hupen ist fast nie gestattet. Das stimmt auch nur bedingt. Innerorts darf die Hupe nur bei unmittelbaren Gefahren verwendet werden. Außerorts gilt sie ebenfalls als Warnung, darf aber auch als Überholsignal eingesetzt werden.
  4. Haltende Busse dürfen nicht überholt werden. Das stimmt so pauschal nicht. Ein an der Haltestelle mit Warnblinklicht stehender Bus darf mit Schrittgeschwindigkeit (maximal 7 km/h) und ausreichendem Sicherheitsabstand überholt werden. Diese Regel gilt auch für den Gegenverkehr, es sei denn, die entgegengesetzte Fahrbahn ist baulich getrennt. Schaltet ein Bus jedoch bereits während der Fahrt das Warnblinklicht ein, so darf er ab dann nicht mehr überholt werden.
  5. „Rechts vor links“ gilt immer. Auch nicht pauschal. Innerhalb eines verkehrsberuhigten Bereichs (umgangssprachlich auch Spielstraße genannt) gilt die Rechts-vor-links-Regel. Verlässt ein Verkehrsteilnehmer jedoch diesen Bereich, so hat er generell allen anderen Fahrzeugen Vorfahrt zu gewähren. Das heißt: „rechts vor links“ ist dann außer Kraft gesetzt. Gleiches gilt beim Fahren über einen abgesenkten Bordstein (Fahrzeug kommt aus einer Grundstückseinfahrt) und wenn die von rechts einmündende Straße ein Feld- oder Waldweg ist.

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