Verkehrssicherheit
Ein Auto fährt fast einen Fahrradfahrer an© shutterstock / Volodymyr Baleha

Abbiegeunfälle vermeiden

Immer wieder kommt es zu schweren Wegeunfällen mit Personen, die zu Fuß oder auf dem Fahrrad unterwegs sind – besonders wenn ein Pkw, Lkw oder Bus abbiegen möchte. Eines ist dringend erforderlich: aufeinander achtgeben!

Es passiert im Bruchteil einer Sekunde – so schnell, dass menschliches Reaktionsvermögen nicht ausreicht. Die Rede ist von Abbiegeunfällen. Unter anderem entstehen immer wieder schwere oder tödliche Fahrradunfälle aus einer solchen Situation heraus. Ein Grund dafür ist die Dynamik und Dichte des heutigen Verkehrsgeschehens. Schaltet etwa eine Ampel auf Grün, setzen sich alle, die zuvor gewartet haben, in Bewegung, oft gleichzeitig. Motorisierte Verkehrsteilnehmende können Abbiegeunfälle zum Beispiel dadurch verursachen, dass sie zu schnell fahren, den Schulterblick weglassen oder die Vorfahrt missachten – um einige der relevantesten Gründe zu nennen. „Schnell noch über Rot fahren“ erhöht das Unfallrisiko ganz enorm.

Unfallrisiko: Toter Winkel 

Häufig unterschätzen aber auch die nicht motorisierten Verkehrsteilnehmenden den toten Winkel von Fahrzeugen. Gerade bei einem Lkw kann es beim Rechtsabbiegen zu Übersichtsproblemen kommen – trotz mehrerer Spiegel. Denn diese müssen alle gleichzeitig im Blick behalten werden. Wenn das einmal nicht gelingt, können Fahrräder oder Fußgängerinnen und Fußgänger – die sogenannten schwachen Verkehrsteilnehmenden – übersehen werden. Diese sollten sich zudem stets bewusst sein: Bei Dunkelheit oder schlechter Witterung sind sie für die Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer noch einmal besonders schlecht zu erkennen.

Gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr

Eine umsichtige und rücksichtsvolle Fahrweise – auf allen Seiten – ist das A und O zur Vermeidung von Abbiegeunfällen. Wichtig für Kraftfahrzeugführende: rechtzeitig blinken, in den Rückspiegel schauen, Schulterblick nicht vergessen. Der Abbiegevorgang sollte in Schrittgeschwindigkeit stattfinden. Auch Fahrradfahrerinnen und -fahrer sind gehalten, langsam zu fahren und in Situationen, in denen ein Kraftfahrzeug abbiegen könnte, Blickkontakt aufzunehmen. Fairness und auch einmal nachgeben sind besser, als auf das eigene Recht zu pochen. Keine Vorfahrtsregelung ist es wert, Leben und Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

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