Gesundheitsschutz
Mann beim Arzt© Africa Studio / stock.adobe.com

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Häufig bleiben Erkrankungen des Herzens, des Kreislaufs oder der Gefäße im Anfangsstadium unerkannt. Bluthochdruck spüren die meisten Betroffenen nicht oder erst dann, wenn es im Langzeitverlauf zu Komplikationen kommt – zum Beispiel bei Druckschmerzen im Brustkorb oder einem akuten Herzinfarkt.

Krankhafte Veränderung der Arterien

Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) können sowohl angeboren als auch durch den Lebensstil verursacht sein. Grundsätzlich lassen sie sich in drei Kategorien einteilen: Krankheiten des arteriellen Systems, solche des venösen Systems und schließlich weitere, primäre Erkrankungen des Herzens. Arterien transportieren das sauerstoffreiche Blut vom Herzen weg in die Organe. Verengen sich diese Blutgefäße durch Ablagerungen, kann das zu einer Arteriosklerose, einer krankhaften Veränderung der Arterien, führen, was eine koronare Herzkrankheit hervorrufen kann. Dabei verengen sich die Herzkranzgefäße. Ein plötzlicher Verschluss eines Herzkranzgefäßes führt zu einem Herzinfarkt.

Krankhafte Veränderung der Venen

Venen führen das sauerstoffarme Blut zum Herzen zurück. Zu den Erkrankungen des venösen Systems gehören Entzündungen, aber auch Veränderungen der Kompetenz der Venenklappen, was zu Krampfadern führt, die oft sehr schmerzhaft sind. Weitere Erkrankungen des Herzens sind zum Beispiel die Herzschwäche oder auch Herzrhythmusstörungen wie das Vorhofflimmern.

Blutdruck regelmäßig überprüfen

Hoher Blutdruck begünstigt das Entstehen von HKE. Ab einem Wert von 140 zu 90 sprechen Mediziner von einer Hypertonie, einem übermäßig hohen Blutdruck. Um HKE, die sich meist schleichend entwickeln, frühzeitig zu bemerken, ist es wichtig, den Blutdruck regelmäßig ärztlich überprüfen zu lassen.

Arbeitsbedingte Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen 

Es gibt einige Faktoren, die HKE begünstigen können. Zum einen wirkt sich die persönliche Lebensweise auf das Krankheitsrisiko aus. Darüber hinaus können aber auch Arbeitsfaktoren eine Rolle bei der Entstehung von HKE spielen. Dazu zählen:

  • Hitze und Lärm
  • körperliche Schwerarbeit
  • Einatmen von (Fein-)Staub
  • dauerhaft sitzende Tätigkeiten
  • Nacht- und Schichtarbeit
  • lange Arbeitszeiten
  • wenig Anerkennung und Unzufriedenheit
  • hohe Arbeitsbelastung

Wenn am Arbeitsplatz ungünstige Bedingungen herrschen, sollten Sicherheitsbeauftragte dies den Vorgesetzten, den Fachkräften für Arbeitssicherheit oder Betriebsärztinnen und Betriebsärzten melden, damit entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.