Arbeitssicherheit
Verletzungen vermeiden: Beim Schneiden von Gemüse© BGN / Franz Gustav Winkler

Verletzungen vermeiden

Wer schon einmal mit Küchenutensilien gearbeitet hat – und wer hat das noch nicht? – weiß, dass es dabei zu Stech- oder Schnittverletzungen kommen kann. Kantinen sind eine dafür typische Arbeitsumgebung.

Kleine Ursache, große Wirkung: Beim Schneiden von Gemüse oder beim Zerlegen von Fleisch kann es zu Verletzungen kommen. Die mögliche Tragweite erläutert Franz-Gustav Winkler, Leiter des Sachgebiets Stech- und Schnittschutz bei der DGUV: „Beschäftigte können sich beispielsweise beim Kartoffelschälen mit klassischen Schälmessern in die Hand schneiden. Im schlimmsten Fall werden dabei Sehnen durchtrennt, die nur schwer wieder heilen.“

Verletzungsrisiken senken

Auch in der Prävention gegen Stech- und Schnittverletzungen kommt der Gefährdungsbeurteilung am jeweiligen Arbeitsplatz eine zentrale Bedeutung zu. „Dazu gehört es, dass hinterfragt wird, was bei den Tätigkeiten passieren kann und mit welchen technischen und organisatorischen Maßnahmen es sich abwenden lässt“, erklärt Winkler. Wichtige Maßnahmen sind:

  • Arbeitsplätze sollten so gestaltet sein, dass Beschäftigte in gerader Körperhaltung schneiden können.
  • Es sollte helles, aber blendfreies Licht vorhanden sein, das keine störenden Schatten wirft.
  • Das Scheidebrett sollte rutschfest und ausreichend groß sein sowie stabil aufliegen.
  • Weiterhin ist konzentriertes Arbeiten wichtig, um Fehler zu vermeiden. Unterstützend hierbei wirken eine gute Zusammenarbeit im Team, Abwechslung bei den Aufgaben und möglichst wenig Zeitdruck.

Zur Vorbereitung auf Situationen, in denen Erste Hilfe geleistet werden muss, ist es unbedingt empfehlenswert, sich mit der DGUV Information 204-007 „Handbuch zur Ersten Hilfe“ vertraut zu machen. Und das gilt selbstverständlich weit über das Arbeitsfeld Kantine hinaus.

Tipps zum sicheren Umgang mit Messern

Wer mit Messern arbeitet, sollte darauf achten, dass das Schneidgerät ausreichend geschärft sowie genügend groß ist – und dass es bei jeder Arbeitsunterbrechung gesichert wird. Das geht zum Beispiel ganz einfach, indem man die Klinge unter das auf kleinen Füßen stehende Arbeitsbrett schiebt. Für den Transport von Messern gibt es spezielle Messertragekörbe oder auch eine besonders einfache, aber wirkungsvolle Lösung, auf die Franz-Gustav Winkler, Leiter des Sachgebiets Stech- und Schnittschutz bei der DGUV, hinweist: Zwei Eimer werden ineinandergestellt und der Rand des oberen Eimers abgeschnitten. In die entstandene Lücke zwischen den Eimern passen nun die Klingen der Messer, die dann beim Transport niemanden mehr verletzen können.

Weitere Infos:
http://publikationen.dguv.de/dguv/udt_dguv_main.aspx?FDOCUID=23668