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Mit chronischer Krankheit arbeiten

Zwei Frauen stehen zusammen. Eine Frau hat ihren Kopf traurig in Richtung Boden geneigt. Die andere Frau legt ihre Hände tröstend auf ihre Schultern.

Viele Menschen haben chronische Krankheiten.

Das ist auch wichtig für Firmen und die Arbeit.

Es gibt viele verschiedene Krankheiten,

• die man lange Zeit hat.

• die man für immer hat.

Das sind chronische Krankheiten.

Jeder Mitarbeiter mit chronischer Krankheit

braucht etwas anderes.

Firmen müssen darauf achten.

Dann können alle gut arbeiten.

Illustration: Eine Tafel mit einem Blatt Papier darauf. Auf der Tafel wurde ein Koordinatensystem aufgemalt. Daneben steht eine Person mit weißem Kittel, einer Brille und einem gelben Oberteil.

Forscher haben herausgefunden:

Ab 40 oder 50 Jahren bekommen

immer mehr Menschen eine chronische Krankheit.

Junge Menschen haben seltener

eine chronische Krankheit.

 

Das ist auch für Firmen wichtig.

Denn immer mehr Firmen haben ältere Mitarbeiter.

 

Illustration: Ein Mann im blauen Pullover hält sich den unteren Rücken und kneift die Augen zusammen vor Schmerz.

Es gibt viele verschiedene chronische Krankheiten.

Zum Beispiel:

• Rheuma

• Depressionen

• Multiple Sklerose

• Diabetes

 

Illustration: Eine Frau mit nach unten gezogenen Mundwinkeln. Sie trägt braunes, schulterlanges Haar, einen olivfarbenen Blazer und eine giftgrünes Oberteil darunter.

Man kann chronische Krankheiten oft nicht sehen.

Aber es gibt diese Krankheiten.

Und man hat sie oft sehr lange oder für immer.

Einige Krankheiten gelten auch als Behinderung.

Und einige Krankheiten können auch

bei der Arbeit ein Problem sein.

 

Die Abbildung zeigt eine Frau, die mit dem Zeigefinger nach oben deutet. Sie ist umrahmt von einem roten Dreieck.

Jede chronische Krankheit ist anders.

Zum Beispiel:

Von der Krankheit Rheuma gibt es

100 verschiedene Arten.

Denn die Entzündungen vom Rheuma

können an verschiedenen Stellen im Körper sein.

Zum Beispiel in den Knochen, Sehnen, Gelenken,

Organen oder in den Nerven.

 

Die Abbildung zeigt einen traurigen und nachdenklichen Mann, der alleine an einem Bürotisch sitzt.

Mal bemerkt man gar nicht so viel

von seiner chronischen Krankheit.

Und mal wird die Krankheit plötzlich schlimmer.

Das ist ein Schub.

Die chronische Krankheit kommt also in Schüben.

 

Das alles ist schlecht für Mitarbeiter,

die eine chronische Krankheit haben.

Denn auch die Arbeit kann

die Krankheit schlimmer machen.

Die Mitarbeiter brauchen vielleicht

andere Regeln für die Arbeit.

Zum Beispiel Arbeits-Zeiten,

die sie selbst besser planen können.

 

Leichte Sprache: Ein Mann sitzt am Schreibtisch vor einem Haufen Formulare und rauft sich die Haare.

Aber das kann auch schlecht für die Firma

und für die Kollegen sein.

Vielleicht hat ein Mitarbeiter einen Schub

und kann dann plötzlich nicht arbeiten.

Das kann auch öfter passieren.

Und man weiß auch nie genau,

wie lange der Mitarbeiter nicht arbeiten kann.

 

Der Mitarbeiter und die Firma müssen

immer gut über die chronische Krankheit reden.

 

Illustration: Eine Frau sitzt an einem Tisch. Die Frau hält eine Hand vor den Mund, mit der anderen Hand trommelt sie nervös auf dem Tisch.

Jeder entscheidet selbst, ob er über seine Krankheit reden will

Mitarbeiter müssen ihrer Firma nicht sagen,

wenn sie eine chronischer Krankheit haben.

Das ist keine Pflicht.

Aber vielleicht ist die chronische Krankheit

bei der Arbeit eine Gefahr.

Zum Beispiel wenn man gefährlichen Maschinen durch die Krankheit nicht richtig nutzen kann.

Nur dann muss man der Firma das sagen.

 

Viele Mitarbeiter haben auch Angst,

mit ihrer Firma darüber zu reden.

Denn die Firma geht damit vielleicht falsch um.

Zum Beispiel wenn die Mitarbeiter

dann schlechter behandelt werden.

 

Illustration: Ein Betriebsarzt und ein Mitarbeiter sitzen sich an einem Tisch gegenüber.

Aber es kann auch sehr gut für alle sein.

Dann kann die Firma bei der Arbeit etwas ändern.

Am besten gibt es einen extra Ansprechpartner,

der sich mit Behinderung und Krankheit auskennt.

Zum Beispiel:
• der Werksarzt oder Betriebsarzt

• die SBV

Das ist kurz für Schwerbehinderten-Vertretung.

• der Beauftragte vom BEM

Das ist kurz für

Betriebliches Eingliederungs-Management.

 

Leichte Sprache: Zwei Personen sitzen an einem Tisch und reden.

Mitarbeiter sollen nach langer Krankheit

wieder gut mit der Arbeit anfangen können.

Kleine Firmen können dabei auch Hilfe bekommen.

Dafür gibt es Fachleute für das BEM.

Sie machen Pläne mit der Firma

und den Mitarbeitern.

 

Vielleicht kann die Firma auch

die Arbeit und den Arbeitsplatz ändern.

Wenn Mitarbeiter besser arbeiten können,

gibt es durch die Krankheit weniger Probleme.

 

Leichte Sprache: Handschlag

Gemeinsam passende Lösungen finden

Jeder Mitarbeiter mit chronischer Krankheit

braucht etwas anderes.

Zum Beispiel:

Ein Mitarbeiter mit Rheuma

hat oft morgens die meisten Schmerzen.

Für diesen Mitarbeiter helfen andere Arbeitszeiten.

Am besten kann der Mitarbeiter mitbestimmen,

wann seine Arbeitszeiten sind.

Dann kann der Mitarbeiter auch

seine Termine beim Arzt besser planen.

 

Vielleicht gibt es auch Hilfsmittel.

Zum Beispiel Geräte, die beim Heben helfen.

Am besten redet die Firma darüber

mit dem Mitarbeiter.

Gemeinsam finden sie die passende Lösung.

 

Leichte Sprache macht Texte besser lesbar

Der Text in Leichter Sprache ist von:

© Büro für Leichte Sprache, Lebenshilfe für

Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., 2025.

Die Bilder sind von:

© Lebenshilfe für Menschen

mit geistiger Behinderung Bremen e.V.,

Illustrator Stefan Albers