Suche
Beliebte thematische Schlagworte:

Schnelle Hilfe beim Notfall am Arbeitsplatz

Illustration: Ein Mann mit Brille und in Arbeitskleidung bedient eine Maschine.

In vielen Berufen ist man am Arbeitsplatz alleine.

Man sieht und hört andere Kollegen nicht.

Bei einem Notfall ist dann niemand da, der hilft.

Alleine arbeiten ist zwar erlaubt.

Aber es gibt Regeln.

Arbeitgeber müssen sich an die Regeln halten.

Illustration: Jemand hackt etwas auf einer Checkliste ab.

Regeln für den Arbeitgeber

Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass im Notfall schnell Hilfe kommt.

Deshalb muss der Arbeitgeber wissen:

  • Welche Gefahren gibt es am Arbeitsplatz?
  • Wie kann im Notfall schnell geholfen werden?

Man nennt das: Gefährdungs- und Risiko-Beurteilung.

Illustration: Ein Mann mit Brille, Handschuhen und Schürze steht neben seinem Kollegen, der ihm ezwas zu einer Maschine erklärt.

Bei diesen Fragen kann der Sicherheits-Beauftragte helfen.

Der Sicherheits-Beauftragte ist ein Mitarbeiter.

Er weiß:

  • Wo arbeiten Menschen im Unternehmen alleine?
  • Wo gibt es Gefahren am Arbeitsplatz?

Personen-Notsignal-Anlagen

Gibt es keine Kollegen, die im Notfall helfen können?

Dann helfen Personen-Notsignal-Anlagen.

Diese Anlagen lösen im Notfall einen Alarm aus.

Wichtig ist:

Der Alarm kann auf 2 Arten ausgelöst werden:

  1. Mitarbeiter lösen den Alarm selbst aus.
  2. Der Alarm löst automatisch aus.
Illustration: Jemand drückt auf einem Gerät den Notrufknopf.

Alarm selbst auslösen

Die Mitarbeiter bekommen ein Personen-Notsignal-Gerät.

Die Mitarbeiter haben das Gerät immer dabei.

Auf dem Gerät ist ein Notfall-Knopf.

Im Notfall drücken die Mitarbeiter auf den Knopf.

Dann löst der Alarm aus.

Illustration: Ein Mann liegt zitternd auf dem Boden, ihm läuft Schaum aus dem Mund.

Automatischer Alarm

Alle Geräte haben auch einen automatischen Alarm.

Das heißt:

Der Alarm löst von alleine aus.

Es gibt 3 Arten von automatischem Alarm:

  1. Lage-Alarm
    Der Mitarbeiter fällt um und bleibt liegen.
    Dann löst der Alarm automatisch aus.
  2. Ruhe-Alarm
    Der Mitarbeiter bewegt sich eine längere Zeit nicht.
    Dann löst der Alarm automatisch aus.
  3. Zeit-Alarm
    Der Mitarbeiter meldet sich nicht.
    Dann löst der Alarm automatisch aus.
Illustration: Ein Mann schlägt einem anderen Mann mit der Faust auf das Kinn.

Zusätzlicher Alarm

Es gibt auch andere Gefahren am Arbeitsplatz.

Zum Beispiel:

Jemand bedroht den Mitarbeiter.

Auch dafür gibt es einen automatischen Alarm:

  • Flucht-Alarm
    Der Mitarbeiter rennt schnell.
    Dann löst der Alarm automatisch aus.
  • Verlust-Alarm
    Jemand nimmt dem Mitarbeiter das Gerät weg.
    Dann löst der Alarm automatisch aus.
Illustration: Ein Mann hält eine Checkliste mit vier aufgeüfhrten Punkten in der Hand und hat zwei von den vier Punkten abgehakt.

Worauf muss man achten?

Die Personen-Notsignal-Anlage kann Leben retten.

Deshalb ist es wichtig, dass die Anlage gut funktioniert.

Am besten nimmt man eine Anlage, die geprüft wurde.

Man nennt das: zertifiziert.

Alle Mitarbeiter müssen wissen, wie die Anlage funktioniert.

Das ist wichtig.

Der Sicherheits-Beauftragte muss sich darum kümmern.

Und die Anlage muss einmal im Jahr kontrolliert werden.

Leichte Sprache macht Texte besser lesbar

Der Text in Leichter Sprache ist von:
Alles klar für alle – Büro für Leichte Sprache
Ein Angebot der Diakonischen Stiftung Ummeln

Die Bilder sind von:
© Lebenshilfe für Menschen
mit geistiger Behinderung Bremen e.V.,
Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013.