Winter-Tipps
Straßenschild im Winter © DutchScenery

Betriebe für den Winter gewappnet

Durch Dunkelheit, Regen, Schnee und Glatteis können Arbeitsstätten im Herbst und Winter schnell gefährlich werden. Um Unfälle zu vermeiden und die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen, müssen Unternehmen geeignete Schutzmaßnahmen treffen.

Alle Jahre wieder. Nein, es geht nicht um das näher rückende Weihnachtsfest, sondern um die Witterungseinflüsse, mit denen wir im beginnenden Winter konfrontiert sind. Auch wenn nur in vergleichsweise wenigen Betrieben die eigentliche Arbeit im Freien stattfindet, so gibt es doch praktisch keine Branche, die gänzlich davon ausgenommen wäre, sich auf die Bedingungen einzustellen. Und wenn es im Einzelfall „nur“ darum gehen sollte, einen sicheren Fußgänger- und Fahrzeugverkehr auf dem Betriebsgelände zu ermöglichen. So empfiehlt Dr. Harald Wilhelm, Leiter des Bereichs Arbeitsschutzorganisation der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU): „Jeder Arbeitstag sollte damit beginnen, Verkehrswege und Arbeitsstätten zu sichern. Dazu gehört auch, auf Treppen, Laufstegen und Gerüsten Schnee zu räumen und Eis zu entfernen.“

Möglichkeit zum Aufwärmen

Wo im Freien gearbeitet wird, müssen die Beschäftigten sich auch aufwärmen können. Die Arbeitsstättenverordnung schreibt dies vor. Dazu sind Pausenräume nötig, in denen eine Temperatur von mindestens 21 Grad Celsius herrscht, zum Beispiel ein Baucontainer. Dort sollte zudem die Möglichkeit bestehen, warme Speisen und Getränke zuzubereiten. Falls statt eines Sanitärcontainers nur eine mobile Toilettenkabine aufgestellt wird, sollte auch diese möglichst beheizbar sein.

Die passende Schutzkleidung

„Wetterschutzkleidung, Sicherheitsschuhe und Winterschutzhandschuhe zählen zur Persönlichen Schutzausrüstung, die Unternehmen ihren Beschäftigten kostenlos zur Verfügung stellen müssen“, erklärt Dr. Harald Wilhelm. Ist diese durchnässt, sollten die Beschäftigten sie wechseln können. Für feuchte Arbeitskleidung sollte eine Trocknungsmöglichkeit, etwa ein Trockenschrank, vorhanden sein.

Beleuchtung und Sichtbarkeit

Gerade auf Baustellen, aber nicht nur dort, ist die mangelhafte Beleuchtung eine oft unterschätzte Risikoquelle. Verkehrswege sind blendfrei auszuleuchten. Lampen sollten so platziert sein, dass sie nicht zuschneien. Zumindest sollten sie regelmäßig gereinigt werden. Auch bei Tageslicht sind auf Dächern nicht durchsturz- sichere Bauteile, wie etwa Lichtbänder, schon unter einer dünnen Schneeschicht oft nicht mehr zu erkennen. Daher gilt die eingangs genannte Empfehlung des Experten von der BG BAU hier umso mehr: Es sollte immer geräumt werden und die Beschäftigten müssen auf den sicheren Verkehrswegen bleiben.