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Sibe im Interview: „Ich nehme alle Themen ernst“
Stefanie Vandreier ist Prozessingenieurin und Sicherheitsbeauftragte beim Intralogistikunternehmen STILL GmbH in Hamburg. © raufeld

Sibe-Tipps : Sibe im Interview: „Ich nehme alle Themen ernst“

Wie verläuft der Arbeitsalltag von Sibe und vor welchen Herausforderungen stehen sie? Stefanie Vandreier berichtet von ihren Erfahrung bei der STILL GmbH.

Seit wann sind Sie Sibe?

Ich bin seit 2015 als Sibe aktiv.

Weshalb haben Sie sich entschieden, Sibe zu werden?

Ich habe mich im Zuge meiner Bachelorarbeit mit der ergonomischen Gestaltung von Montagearbeitsplätzen befasst und dabei mein Interesse für die Themen rund um die Arbeitssicherheit entdeckt. Die Anfrage meines Vorgesetzten, Sibe für unseren Bereich zu werden, habe ich daher gern angenommen.

Was sind typische Aufgaben, um die Sie sich als Sibe kümmern?

Als Sibe im Bürobereich stehe ich den Kolleginnen und Kollegen beratend bei allen Fragen zur ergonomischen Bildschirmarbeit zur Seite. Außerdem unterstütze ich bei der Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen oder der Durchführungen von sicherheitstechnischen Unterweisungen.

Wie viel Zeit investieren Sie in Ihr Ehrenamt?

In der Regel investiere ich etwa eine Stunde pro Woche in die Aufgaben als Sibe. Wenn spezielle Themen anfallen, geht es aber auch darüber hinaus.

Welche Fortbildungen haben Sie bekommen und wann war die letzte?

Ich habe bei der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) die Grundlagenausbildung zur Sicherheitsbeauftragten sowie die entsprechende Fortbildung nach fünf Jahren besucht. Weiterhin habe ich an den Seminaren zu Grundlagen der Arbeitsgestaltung und zur ergonomischen Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen teilgenommen. Meine letzte Fortbildung fand 2024 im Rahmen einer internen Schulung der STILL-Sicherheitsbeauftragten statt.

Wie arbeiten Sie mit anderen Sibe im Betrieb zusammen?

Bei uns finden regelmäßig Sitzungen der Sibe aus den verschiedenen Bereichen statt, bei denen wir uns über die unterschiedlichen Themen austauschen. Dadurch und durch die gemeinsam durchgeführten internen Weiterbildungen habe ich ein Netzwerk aufgebaut, auf das ich bei Problemstellungen zurückgreifen kann.

Was tun Sie, damit Ihre Kolleginnen und Kollegen bei Beinahe-Unfällen sowie Fragen rund um sichere und gesunde Arbeit auf Sie zu kommen?

Mir ist der vertrauensvolle Umgang mit meinen Kolleginnen und Kollegen besonders wichtig. Ich nehme alle Themen ernst und versuche, die aufkommenden Fragen zu klären. Wenn ich einmal selbst nicht weiterhelfen kann, wende ich mich an unsere Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder unseren betriebsärztlichen Dienst.

Sibe gesucht: Machen Sie mit!

Erzählen auch Sie uns von Ihrem Sibe-Alltag! Wenn Sie bei „Ich bin Sibe“ dabei sein möchten oder eine geeignete Kollegin/einen Kollegen kennen, schreiben Sie uns einfach eine kurze Mail an: redaktion@aug.dguv.de

Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören!

Bekommen Sie die Unterstützung, die Sie benötigen?

Bei STILL wird die Arbeit der Sibe sehr wertgeschätzt, daher bekomme ich auch die notwendige Unterstützung.

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, über die Sibe verfügen sollten?

Empathie, Kommunikationsfähigkeit und manchmal auch das nötige Fingerspitzengefühl.

Was ist Ihr persönlicher Tipp für den Start ins Sibe-Ehrenamt?

Mein Tipp: Augen und Ohren offenhalten, um mögliche Themen zu erfassen und die Kolleginnen und Kollegen an den jeweiligen Arbeitsplätzen immer miteinbeziehen.

Haben Sie im Betrieb noch weitere Aufgaben, wie zum Beispiel als Ersthelferin/Ersthelfer?

Ich bin zusätzlich als Brandschutzhelferin aktiv.

Führen Sie Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen lieber bei einem Kaffee, Tee oder Feierabendgetränk?

Am liebsten führe ich die Gespräche mit den Kolleginnen und Kollegen direkt am Arbeitsplatz. Im Bürobereich kann das auch mal die Teeküche sein, in der über die nächste elektrische Prüfung der Kaffeemaschine gesprochen wird.