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Sibe im Interview: „Ich denke den Arbeitsschutz immer mit“

Vor welchen Herausforderungen stehen Sibe? Wie verläuft ihr Arbeitsalltag? Stefan-Christian Kewitz vom Heilpädagogischen Heim Dr. Kruse berichtet.

Geschrieben von: Redaktion

Datum: 23.09.2026

Sibe im Interview: „Ich denke den Arbeitsschutz immer mit“
Stefan-Christian Kewitz arbeitet im Einkauf und Fuhrpark sowie als Sibe beim Heilpädagogischen Heim Dr. Kruse in Walsrode. © raufeld

Seit wann sind Sie Sibe?

Ich bin seit 2021 Sibe.

Weshalb haben Sie sich entschieden, Sibe zu werden?

Als Sibe kann ich meine Kolleginnen und Kollegen in ihrem Arbeitsumfeld auf Gefahren oder Unsicherheiten hinweisen. Als ehemaliges DLRG-Mitglied bringe ich außerdem ein gewisses Sicherheitsempfinden mit.

Was sind typische Aufgaben, um die Sie sich als Sibe kümmern?

Ich arbeite eng mit unserer Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa) zusammen und mache sie, bei Bedarf, auf Missstände aufmerksam und zeige Verbesserungsmöglichen im Arbeitsalltag auf. Außerdem stehe ich im häufigen Kontakt mit den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen. Dadurch sehe und höre ich viel und kann meine Kolleginnen und Kollegen auf eventuelle Verbesserungen oder sicherheitsrelevante Mängel hinweisen. Unser großer Vorteil ist, dass wir eine interne Sifa haben. Durch meine Position als Leitung im Einkauf und des Fuhrparks kann ich die Einrichtung außerdem bei Beschaffungen, die sicherheitsrelevant sind oder für die Mitarbeitenden einen höheren Arbeitsschutz bieten, beraten. Ein besonderes Erlebnis war für mich, als wir im vergangenen Jahr den Gesundheitspreis der Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) gewonnen haben, wo auch ich als Sibe meinen Beitrag dazu leisten durfte.

Wie viel Zeit investieren Sie in Ihr Ehrenamt?

Das ist in der Woche vielleicht eine Stunde. Bei Schulungen oder Sibe-Treffen auch mal zwei Stunden. Aber grundsätzlich denke ich den Arbeitsschutz immer mit.

Welche Fortbildungen haben Sie bekommen und wann war die letzte?

Als Sibe habe ich ganz klassisch die Grundausbildung und das Aufbauseminar der BGW durchlaufen. Außerdem habe ich eine Fortbildung zum sicheren Befestigen der Betreuten im Rollstuhl in einem Fahrzeug erhalten, was mir für meine Arbeit im Fuhrpark sehr hilft. Darüber hinaus hat die Sifa alle Sibe in den anlagentechnischen Brandschutz eingewiesen.

Wie arbeiten Sie mit anderen Sibe im Betrieb zusammen?

Sowohl im persönlichen Kontakt als auch über eine betriebsinterne Chat-Gruppe, in der kurzfristig Themen rund um den Arbeitsschutz besprochen werden. Zusätzlich treffen sich alle Sibe zusammen mit der Sifa einmal im Quartal.

Bekommen Sie die Unterstützung, die Sie benötigen?

Ich erhalte die volle Unterstützung, sowohl von den anderen Sibe als auch von der Sifa. Und da wir insgesamt acht Sibe sind, ist auch die gegenseitige Unterstützung ein sehr großer Vorteil.

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, über die Sibe verfügen sollten?

Offene Augen und Ohren, die als Bindeglied zur Fachkraft für Arbeitssicherheit dienen. Der Rest kommt eigentlich von allein.

Was ist Ihr persönlicher Tipp für den Start ins Sibe-Ehrenamt?

Es erwarten einen vielfältige und spannende Aufgaben und Einsichten, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Sibe gesucht: Machen Sie mit!

Erzählen auch Sie uns von Ihrem Sibe-Alltag! Wenn Sie bei „Ich bin Sibe“ dabei sein möchten oder eine geeignete Kollegin/einen Kollegen kennen, schreiben Sie uns einfach eine kurze Mail an: redaktion@aug.dguv.de

Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören!

Haben Sie im Betrieb noch weitere Aufgaben, wie zum Beispiel als Ersthelferin/Ersthelfer?

Ich bin Ersthelfer und Brandschutzhelfer.

Führen Sie Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen lieber bei einem Kaffee, Tee oder Feierabendgetränk?

Ich benötige dafür nicht zwingend ein Getränk.

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