Impulse für Sibe: Mit der Führungskraft zusammenarbeiten
Bei bestimmten Fragen brauchen Sibe Unterstützung. Wann es sinnvoll ist, Führungskräfte oder die Fachkraft für Arbeitssicherheit einzubeziehen.
Geschrieben von: Redaktion
Datum: 01.10.2026
Sicherheitsbeauftragte verfügen weder über eine Weisungsbefugnis noch tragen sie Verantwortung. Diese liegt bei der Unternehmensleitung und den Führungskräften. Damit Sibe ihrer Rolle im Arbeitsschutz gerecht werden können, benötigen sie die Rückendeckung ihrer Vorgesetzten.
Sibe: Führungskräfte einbeziehen
Wann sollten Sie auf ihre Führungskraft zugehen? Ein Beispiel: Im Arbeitsalltag fällt Sibe immer wieder auf, dass Kolleginnen und Kollegen sich und andere gefährden, weil sie sich riskant verhalten. Es kommt beispielsweise vor, dass Beschäftigte aus Bequemlichkeit eine Abkürzung nehmen, die sie gefährlich nah an Maschinen vorbei führt. Sibe sollten das zwar ansprechen, um auf eine Verhaltensänderung hinzuwirken.
Aber wenn die angesprochene Person weiterhin die Abkürzung nimmt, braucht es andere Mittel: Sibe sollten dann die Führungskraft einbeziehen. Sie hat andere Möglichkeiten, um eine Verhaltenskorrektur durchzusetzen.
Mittelposition nutzen
Umgekehrt profitieren auch Führungskräfte von einem guten Draht zu ihren Sibe. Als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren können diese helfen, die Sicherheitskultur im Betrieb zu verbessern. Dazu kann beispielsweise gehören, dass sie von Beinahe-Unfällen berichten oder weitergeben, wenn es Probleme mit einer neuen Maschine oder neuer Schutzausrüstung gibt.
Doch was ist, wenn Sibe nicht die Rückendeckung ihrer Vorgesetzten haben? Dann sind die Handlungsmöglichkeiten von Sibe begrenzt. Manchmal kann es helfen, die Fachkraft für Arbeitssicherheit einzuschalten.
Durch ihr Ansehen im Betrieb und weil sie nicht Teil der Hierarchie ist, kann sie manchmal mehr erreichen. Generell sind Vorgesetzte, die Sibe nicht unterstützen, ein schlechtes Zeichen für die Sicherheitskultur im Betrieb.