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Eine Reihe Holzwürfel die gedreht werden© shutterstock / fotogestoeber

Beschäftigte beteiligen

Bei ihrer Präventionskampagne kommmitmensch rücken Berufsgenossenschaften und Unfallkassen ein weiteres Handlungsfeld in den Fokus: Beteiligung. Wie immer sind Sicherheitsbeauftragte zum Mitmachen aufgerufen.

Kennen Sie noch Siegfried Singer? Als Stammleserinnen und -leser von „arbeit & gesundheit“ ist er Ihnen Ende letzten Jahres begegnet. Herr Singer ist Werkzeugmacher und Sicherheitsbeauftragter. Schon seit vielen Jahren arbeitet er in einem mittelständischen Metallbetrieb. Die Kolleginnen und Kollegen vertrauen ihm und bei den Vorgesetzten hat sein Wort Gewicht. Als Herr Singer feststellte, dass in einem bestimmten Bereich der Produktion die Lärmbelastung besonders hoch ist, war für ihn klar, was zu tun ist: Er wandte sich an Franziska Faller, die Leiterin der Arbeitsvorbereitung. Sie versprach, sich um eine Lösung zu kümmern. Inzwischen wurden mehrere Maschinen in Sachen Lärmschutz aufgerüstet. Der Seniorchef, der bei solchen Investitionen das letzte Wort hat, zögerte nicht. Wer wüsste denn besser als er, dass gefährliche oder krankmachende Arbeitsplätze dem Unternehmen ganz bestimmt nichts nützen?

Ideen-Treffen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes

Frau Faller hat es jedenfalls sehr geschätzt, dass der Sicherheitsbeauftragte seinerzeit gleich auf sie zugekommen ist. Inzwischen setzt sie sich turnusmäßig mit den einzelnen Teams aus der Produktion zusammen und dann kommt alles auf den Tisch, was verbessert werden kann. „Ideentreffen“ heißt das dann, dauert gar nicht lange und wird vorab am Schwarzen Brett angekündigt. Immer wieder ist Frau Faller erstaunt, was sich da bei den Beschäftigten für ein Potenzial auftut, wenn man sie einfach mal fragt!

Was anhand dieser Situation dargestellt wurde, ist ein Beispiel für die Beteiligung der Belegschaft in einem Betrieb. Ideen-Treffen sind ein passendes Mittel, um die Beschäftigten einzubinden. Ein „Ideen-Briefkasten“ oder die Mitsprache bei Dienstplanerstellung und Bürogestaltung sind weitere Beispiele. Denkanstöße gibt es auf der Website der Präventionskampagne kommmitmensch. Dahinter steckt die Überzeugung, aber auch die Erfahrung: Wer das Wissen aller im Betrieb nutzt, handelt sicherer, gesünder und erfolgreicher.

Handlungshilfe für Sicherheitsbeauftragte 

Das Beispiel von Herrn Singer auf dieser Seite zeigt: Sicherheitsbeauftragte können viel bewirken, wenn sie auf Beschäftigte und Vorgesetzte zugehen. Die Dinge beim Namen zu nennen – das ist ein ganz wesentlicher Schritt, sich am Prozess des sicheren und gesunden Arbeitens zu beteiligen. Zum Thema Beteiligung als Handlungsfeld der Präventionskampagne kommmitmensch gibt es im Internet eine Fülle von Anregungen.

Die aktuellen Empfehlungen für Sicherheitsbeauftragte: