Gesundheitsschutz
Thermometer zeigt hohe Temperatur an © Oakozhan / Thinkstock

Sommer, Sonne und gesunde Arbeit

Verordnungen
Wenn im Sommer die Temperaturen steigen, wird es nicht nur bei Arbeiten im Freien heiß. Um die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen, kommen bei Hitze bestimmte verpflichtende Regelungen zum Tragen.

Ob im Büro, in Werkshallen oder auf Baustellen – Hitze schränkt die Leistungsfähigkeit der Arbeitenden ein. Die Konzentration sinkt und das Herz-Kreislauf-System wird stark belastet. Daher sind Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber angehalten, auch im Sommer die Arbeitsplätze so zu gestalten, dass keine Gefahr für die Gesundheit der Beschäftigten besteht. Das legt die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) fest. Konkrete Werte für Raumtemperaturen finden sich in der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A3.5.

Raumtemperatur.

In den Arbeits-, Pausen-, Bereitschafts-, Sanitär-, Kantinen- und Erste-Hilfe-Räumen sollte laut der Arbeitsstättenregel die Lufttemperatur 26 Grad Celsius (°C) nicht überschreiten. Wenn die Außentemperatur über 26 °C liegt und die Innenraumtemperatur über 26 °C steigt, sollten den Beschäftigten Maßnahmen gegen die Hitze zur Verfügung stehen. Bei einer Innenraumtemperatur von über 30 °C müssen hingegen schützende Maßnahmen ergriffen werden. Übersteigt die Lufttemperatur in den Arbeitsräumen die 35 °C-Grenze und helfen die angewendeten Schutzmaßnahmen nicht, gelten die Räumlichkeiten während dieser hohen Innenraumtemperaturen als ungeeignet.

Ganz grundsätzlich müssen folgende Aspekte zum Schutz vor Hitzebelastung gewährleistet sein:

  • In Arbeitsstätten müssen die baulichen Voraussetzungen zum sommerlichen Wärmeschutz nach den anerkannten Regeln der Technik gegeben sein.
  • Bei Arbeitsplätzen mit hoher Luftfeuchte, Wärmestrahlung oder Luftgeschwindigkeit müssen diese Klimagrößen neben der Lufttemperatur zusätzlich einzeln oder in Summe bewertet werden.
  • An Arbeitsplätzen mit erheblichem Wärmeeinfluss, mit Belastungen durch Lufttemperatur, Luftfeuchte, Luftgeschwindigkeit, Wärmestrahlung, Arbeitsschwere oder Bekleidung ist im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu prüfen, ob und welche technischen, organisatorischen oder personenbezogenen Maßnahmen erforderlich sind.