Gesundheitsschutz : Einfluss der Psyche auf den Rücken
In Fehlzeitenreporten von Krankenkassen stehen zwei Faktoren seit Jahren an vorderen Stellen: Rückenschmerzen und psychische Leiden. Bei der Krankschreibung von der Hausärztin oder vom Hausarzt wird dabei jedoch nicht genauer gefasst, was die Ursache für das Rückenleiden ist. Dazu sind die Beschwerden meist zu unspezifisch. Oftmals hängen Rückenschmerzen und psychische Belastung sogar zusammen.
Anzeichen für eine psychische Ursache
Studien zufolge treten Rückenschmerzen mit psychischen Ursachen oft gemeinsam mit Schlafproblemen, Angstzuständen oder Depressionen auf. Halten die Beschwerden an und lässt sich kein eindeutig körperlicher Grund finden, wie zum Beispiel eine Verletzung, empfiehlt sich ein Blick auf die eigene psychische Situation. Ein Selbstversuch kann helfen: Lassen die Schmerzen nach, wenn der Stress oder die emotionale Belastung abnehmen, liegt es nahe, dass sie das Rückenleiden befördert haben.
Aber auch andere seelische Probleme wirken sich auf den Körper aus. Zum Beispiel, wenn es im Privatleben belastende Situationen wie einen Todesfall im nahen Umfeld, Einsamkeit oder finanzielle Sorgen gibt. Die Beschwerden können ihren Ursprung ebenso gut im Beruf haben. Sorge um den Verlust des Arbeitsplatzes, Über- oder Unterforderung oder auch Konflikte mit Vorgesetzten wirken sich belastend aus.
Klicktipps: Übungen
Übungen für einen starken Rücken:
Übungen für die Psyche:
Was Betroffene tun können
Wer an Rückenschmerzen leidet, die keine eindeutige Ursache haben, sollte mehr Bewegung in den Alltag bringen und beispielsweise mit Yoga den Rücken stärken. Auch Stressbewältigungsstrategien, wie etwa Achtsamkeitsübungen, helfen. Handelt es sich um eine psychische Erkrankung, kann eine Verbindung aus Psychotherapie und Physiotherapie Linderung verschaffen. Das sollte aber unbedingt in ärztlicher Absprache erfolgen.