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Einfluss der Psyche auf den Rücken
Rückenschmerzen müssen keine physischen Ursachen haben - auch Stress und psychische Belastungen können der Auslöser sein. © raufeld

Gesundheitsschutz : Einfluss der Psyche auf den Rücken

Stress und seelisches Leid können Rückenschmerzen auslösen. Was Betroffene über den Einfluss der Psyche wissen sollten.

In Fehlzeitenreporten von Krankenkassen stehen zwei Faktoren seit Jahren an vorderen Stellen: ­Rückenschmerzen und psychische Leiden. Bei der Krankschreibung von der Hausärztin oder vom Hausarzt wird dabei jedoch nicht genauer gefasst, was die ­Ur­sache für das Rückenleiden ist. Dazu sind die Beschwerden meist zu unspezifisch. Oftmals hängen Rückenschmerzen und psychische Belastung sogar zusammen.

Anzeichen für eine psychische Ursache

Studien zufolge treten Rückenschmerzen mit psychischen Ursachen oft gemeinsam mit Schlafproblemen, Angstzuständen oder Depressionen auf. Halten die Beschwerden an und lässt sich kein ein­deutig körperlicher Grund finden, wie zum Beispiel eine ­Verletzung, empfiehlt sich ein Blick auf die eigene psychische Situation. Ein Selbstversuch kann helfen: Lassen die Schmerzen nach, wenn der Stress oder die emotionale Belastung ­ab­nehmen, liegt es nahe, dass sie das Rücken­leiden be­fördert ­haben.

Aber auch andere seelische Probleme wirken sich auf den Körper aus. Zum Beispiel, wenn es im Privatleben belastende Situationen wie einen Todesfall im nahen Umfeld, Einsamkeit oder finanzielle Sorgen gibt. Die Beschwerden können ihren ­Ursprung ebenso gut im ­Beruf haben. Sorge um den Verlust des Arbeits­platzes, Über- oder Unterforderung oder auch Konflikte mit Vorgesetzten wirken sich belastend aus.

Klicktipps: Übungen

Übungen für einen starken Rücken:

Übungen für die Psyche:

Was Betroffene tun können

Wer an Rückenschmerzen leidet, die keine eindeutige Ursache haben, sollte mehr Bewegung in den Alltag bringen und beispielsweise mit Yoga den Rücken ­stärken. Auch Stressbewältigungsstrategien, wie etwa Achtsamkeitsübungen, helfen. Handelt es sich um eine psychische Erkrankung, kann eine Verbindung aus ­Psychotherapie und Physiotherapie Linderung verschaffen. Das sollte aber unbedingt in ärztlicher Absprache erfolgen.