Sibe-Tipps : Impulse für Sibe: Probleme richtig ansprechen
Sicherheitsbeauftragten (Sibe) fällt im Arbeitsalltag immer wieder auf, dass Kolleginnen und Kollegen sich und andere gefährden, weil sie Sicherheitsvorschriften missachten. Die Gründe dafür können ganz unterschiedlich sein – längst nicht immer geschieht so ein Verstoß absichtlich. Wenn Sibe daher darauf hinwirken wollen, dass die betroffene Person ihr Verhalten ändert, sollten sie ihre Kommunikationsstrategie gut überdenken.
Probleme ansprechen: Wertfrei formulieren
Die Person direkt zu konfrontieren, wird schnell als aggressiv wahrgenommen. Bei Vorwürfen – beispielsweise: „Du hast dir die Hände nicht desinfiziert!“ – geht die angesprochene Person in den Verteidigungsmodus. Erfolgversprechender ist es, das Problem neutraler anzusprechen und Ich-Botschaften zu senden: „Ich finde es wichtig, dass wir uns alle die Hände desinfizieren.“
Probleme ansprechen: Fragen stellen
Damit jemand selbst eine Lösung findet, wie es künftig besser klappen kann, hilft es, offene Fragen zu stellen. Sie können zur Ursache des Problems führen. Zum Beispiel: „Was hindert dich daran, die Warnweste anzulegen?“ Das gibt der angesprochenen Person die Gelegenheit, etwas ausführlicher zu antworten und dabei bereits selbst auf die Ursache zu stoßen.
Wenn Sibe ein Problem ansprechen, ist außerdem der gewählte Ton wichtig. Ein konstruktives Gespräch ist nur möglich, wenn alle Beteiligten höflich und respektvoll bleiben. Dazu gehört auch, anderen aufmerksam zuzuhören, sich gegenseitig ausreden zu lassen und Beleidigungen zu unterlassen. Wird es dennoch emotional, sollten Sibe möglichst sachlich darauf reagieren. Das wirkt ausgleichend und versöhnlich.