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Sibe im Interview: „Bei Fragen Hilfestellung geben“
Stephan Englisch ist Sibe bei der Kolping-Akademie in Donauwörth. Im Bereich Holz bildet er Jugendliche aus und Erwachsene fort. © raufeld

Sibe-Tipps : Sibe im Interview: „Bei Fragen Hilfestellung geben“

Wie verläuft der Arbeitsalltag von Sibe und vor welchen Herausforderungen stehen sie? Stephan Englisch, Ausbilder bei der Kolping-Akademie, teilt seine Erfahrungen.

Seit wann sind Sie Sibe?

seit 1996.

Weshalb haben Sie sich entschieden, Sibe zu werden?

Mein Vorgänger in der Position des Sicherheitsbeauftragten ist in Rente gegangen. Da ich schon damals Interesse am Arbeitsschutz zeigte, habe ich mich entschieden, selbst Sibe zu werden. In den fast 30 Jahren, in denen ich diese Position nun innehabe, konnte ich vieles umsetzen.

Was sind typische Aufgaben, um die Sie sich als Sibe kümmern?

Hilfe bei der Gefährdungsbeurteilung, mit offenen Augen durch die Arbeitsstätte gehen und Gefahrenstellen erkennen. Ansprechpartner für Kolleginnen und Kollegen sein, um bei Fragen Hilfestellung zu geben.

Wie viel Zeit investieren Sie in Ihr Ehrenamt?

Das kommt immer auf die Situation an. Mal ist es mehr, mal ist es weniger. Die Zeit spielt dabei keine Rolle.

Welche Fortbildungen haben Sie bekommen und wann war die letzte?

In meiner Zeit als Sicherheitsbeauftragter hatte ich schon zwei Ausbilder-Schulungen. Derzeit absolviere ich eine weitere.

Wie arbeiten Sie mit anderen Sibe im Betrieb zusammen?

Bei der Kolping-Akademie gibt es regelmäßig Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses mit den Sicherheitsbeauftragten aller Standorte, das sind derzeit 20 Personen. Hier können wir uns über aktuelle Themen austauschen und von unseren unterschiedlichen Erfahrungen profitieren. Seit diesem Jahr habe ich an unserem Standort auch noch Verstärkung durch einen Kollegen bekommen.

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Was tun Sie, damit Ihre Kolleginnen und Kollegen bei Beinahe-Unfällen sowie Fragen rund um sichere und gesunde Arbeit auf Sie zu kommen?

Da ich schon sehr lange Zeit als Sicherheitsbeauftragter in Donauwörth tätig bin, besteht ein sehr großes Vertrauensverhältnis. Meine Kolleginnen und Kollegen wissen, dass sie bei Arbeitsschutzthemen immer auf mich zukommen können. Auch im Onboarding-Prozess, den neue Beschäftigte bei uns durchlaufen, wird darüber informiert, dass ich Sicherheitsbeauftragter bin.

Bekommen Sie die Unterstützung, die Sie benötigen?

Ich bin sehr dankbar, dass ich von meinem Arbeitgeber jede Unterstützung bekomme, die ich benötige. In erster Linie von meiner Akademieleitung am Standort Donauwörth, aber auch von Seiten der Geschäftsleitung, dem Betriebsarzt und von der externen Fachkraft für Arbeitssicherheit. Wenn ich Fragen habe, kann ich immer auf sie zukommen.

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, über die Sibe verfügen sollten?

Sicherheitsbeauftragte sollten stets aufmerksam sein und mit offenen Augen durch die Firma gehen, um Gefahrenstellen und andere Auffälligkeiten gleich zu erkennen. Außerdem sollten sie einen guten und respektvollen Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen pflegen.

Was ist Ihr persönlicher Tipp für den Start ins Sibe-Ehrenamt?

Hilfsbereit sein, ein offenes Ohr für Fragen der Arbeitssicherheit haben und einen offenen Umgang mit Kolleginnen und Kollegen sowie dem Arbeitgeber pflegen.

Haben Sie im Betrieb noch weitere Aufgaben, wie zum Beispiel als Ersthelferin/Ersthelfer?

Zusätzlich zu meinem Amt als Sicherheitsbeauftragter bin ich Brandschutzhelfer und Ersthelfer. Außerdem habe ich eine Maschinenkursausbildung zum Tischler/Schreiner und bin Ausbilder für Flurförderzeuge.

Führen Sie Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen lieber bei einem Kaffee, Tee oder Feierabendgetränk?

Da bevorzuge ich Kaffee. In einer ruhigen Minute kann ich Fragen, die auftauchen, gut, schnell und unkompliziert beantworten. Diese Zeit für meine Kolleginnen und Kollegen nehme ich mir jederzeit gerne.