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Wichtiges über Feuerlöscher im Betrieb
Arbeitgebende stellen sicher, dass die richtigen Feuerlöscher im Betrieb vorhanden sind. Damit Beschäftigte mit ihnen im Ernstfall umgehen können, sind Löschübungen empfehelnswert. © Foto: Getty Images/Ploegerson
Arbeitswelt

Wichtiges über Feuerlöscher im Betrieb

Was sollten Sicherheitsbeauftragte über Feuerlöscher wissen? Hier sind wichtige Fakten zusammengefasst.

Datum: 16.03.2022

Vorbereitung auf den Notfall

Im Brandfall schnell und richtig zu reagieren, kann Leben retten. Damit Beschäftigte wissen, was im Notfall zu tun ist, sollten Betriebe:

  • Abläufe festlegen und über sie informieren
  • Fluchtwege und Notausgänge kontrollieren
  • Wissen um Sicherheitskennzeichnungen auffrischen
  • Umgang mit Feuerlöschern üben

Sicherheitsbeauftragte können ein Auge darauf haben, dass solche Übungen stattfinden. Möglicherweise kann der Betrieb Fachleute der freiwilligen Feuerwehr beauftragen, der Belegschaft die richtige Löschtaktik zu zeigen. Ebenso können Sicherheitsbeauftragte Beschäftigte regelmäßig darauf aufmerksam machen, wo sich Feuerlöscher im Betrieb befinden.

Nur bei Entstehungsbränden

Bei größeren, sich schnell ausbreitenden Bränden sowie starker Rauchentwicklung gilt: Alle müssen das Gebäude sofort verlassen. Die Feuerwehr ist zu alarmieren.

Anzahl von Feuerlöschern

In jedem Unternehmen 
müssen ausreichend tragbare und/oder fahrbare Feuerlöscher vorhanden sein. Die erforderliche Anzahl berechnet sich über die sogenannte Löschmitteleinheit. Je größer die Grundfläche eines Betriebs ist, desto mehr Löschmitteleinheiten sind notwendig. Die genaue Anzahl steht in Tabelle 3 der Technischen Regel für Arbeitsstätten (ASR) „Maßnahmen gegen Brände“ ASR A2.2.

Wenn die Gefährdungsbeurteilung eine erhöhte Brandgefährdung feststellt, sind neben der Grundausstattung weitere Maßnahmen zur Brandbekämpfung nötig. Zum Beispiel gehören in diese Bereiche Brandmeldeanlagen. Betreffende Arbeitsbereiche listet die ASR A2.2 in Tabelle 4.

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Auf Feuerlöschern geben Großbuchstaben die Brandklassen an, für die das jeweilige Modell geeignet ist. © Foto: Getty Images/Ploegerson

Der richtige Feuerlöscher

Die Großbuchstaben geben an, für welche der fünf Brandklassen das jeweilige Modell geeignet ist. Arbeitgebende stellen mithilfe des Brandschutzkonzeptes sicher, dass der passende Feuerlöscher zur Verfügung steht.

  • Brandklasse A: Für Brände fester Stoffe wie Holz, Papier, Stroh, Textilien, Kohle oder Autoreifen.
  • Brandklasse B: Wenn flüssige oder flüssig werdende Stoffe 
brennen, etwa Benzin, Öle, Schmierfette, Lacke, Harze, 
Wachse oder Teer.
  • Brandklasse C: Brände von Gasen wie Methan, Propan, Wasserstoff, Acetylen oder Erdgas.
  • Brandklasse D: Metallbrände wie Aluminium, Magnesium, Lithium, Natrium, Kalium und deren Legierungen.
  • Brandklasse F: Für Brände von Speiseölen und -fetten in Frittier-und Fettbackgeräten und anderen Kücheneinrichtungen und -geräten.

 

Wartung von Feuerlöschern

Feuerlöscher sind in der Regel 
von einer sachkundigen Person alle zwei Jahre zu kontrollieren. 
Auf keinen Fall darf ein benutzter Feuerlöscher wieder an seinen Platz gestellt werden. Eine sachkundige Person muss ihn neu befüllen und prüfen.