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Ergonomische Software für effizientes Arbeiten
Eine nutzerfreundliche Software unterstützt Beschäftigte dabei, Aufgaben schnell, stress- und fehlerfrei zu bewältigen. © AdobeStock/Rawpixel.com
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Ergonomische Software für effizientes Arbeiten

Software sollte nutzerfreundlich sein. Ist sie es nicht, kann sie Stress und Frustration bei Beschäftigten auslösen.

Datum: 10.09.2021
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Christian Richter ist Experte für Büro- und Informationstechnik im DGUV Sachgebiet Büro. Er erklärt, was eine nutzerfreundliche Software ausmacht. © Raufeld Medien

Unzählige Aufgaben bearbeiten Beschäftigte mithilfe von Computerprogrammen. Bestenfalls sind diese so gestaltet, dass Nutzende ihre Arbeitsaufgabe schnell und störungsfrei erledigen. Mit ergonomischer Software arbeiten wir effizienter und machen seltener Fehler. Ungeeignete Software strengt hingegen an. Das kann ermüden und Stress auslösen.

Auch physische Nachteile drohen. Wer mit unergonomischer Software arbeitet, neigt den Oberkörper oft stark Richtung Monitor, versucht in den Bildschirm „hineinzukriechen“. Muskel-Skelett- und Sehapparat werden dabei ungünstig belastet. Mit geeigneter Software unterstützen Unternehmen ihre Beschäftigten dabei, gesund und sicher zu arbeiten.

Tipp für Sicherheitsbeauftragte

Sicherheitsbeauftragte können die Verantwortlichen im Management, Einkauf oder in der IT ermuntern, Beschäftigte stärker bei der Software-Suche einzubinden. Hilfreiche Informationen über Softwareergonomie bietet die DGUV.

Software sollte Gewohnheiten folgen

Die DGUV Information „Softwareergonomie“ hilft, Programme unter ergonomischen Gesichtspunkten zu bewerten. Ergonomisch ist eine Software, wenn sich Nutzende intuitiv zurechtfinden. Dafür muss sie für die gestellte Aufgabe angemessen gestaltet sein und Bekanntes berücksichtigen.

Ein Beispiel: Im deutschsprachigen Raum lesen wir von links nach rechts und von oben nach unten. Deshalb erwarten wir anfangs wichtige Informationen und Funktionen auf der Software-Oberfläche eher links oben. Umgekehrt werden abschließende oder bestätigende Funktionen tendenziell im rechten unteren Bereich erwartet.

Beschäftigte frühzeitig einbinden

Allerdings gibt es keine Software, die pauschal ergonomisch ist, weil Ergonomie von drei Faktoren abhängt:

  • von den Arbeitsmitteln pro Arbeitsumgebung (z. B. Bildschirmarbeitsplatz im Büro),
  • der Arbeitsaufgabe sowie
  • von der nutzenden Person und ihren individuellen Leistungsvoraussetzungen (Alter, Digitalkompetenz usw.).

Software, die für die eine Person geeignet ist, kann für andere unergonomisch sein.

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Sicherheitsbeauftragte können zwischen Führungskräften und Beschäftigten vermitteln und ihre Wünsche an eine Software weitergeben. © Raufeld Medien

Bedürfnisse der Beschäftigten abfragen

Bevor Unternehmen Software entwickeln, verbessern oder kaufen, sollten sie Beschäftigte möglichst früh einbeziehen. So lassen sich ihre Bedürfnisse berücksichtigen. Führungskräfte sowie IT-Verantwortliche sollten sich bei ihnen informieren, welche Aufgaben sie mit der Software bewältigen und welche Funktionen sie dafür benötigen.

Dabei helfen die Fragebögen der DGUV Information Softwareergonomie (Anhang 3 und 5). Sicherheitsbeauftragte können regelmäßig solche Umfragen anregen.

Gut zu wissen

Geschrieben von: Redaktion