Gesundheitsschutz
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Wirksamer Sonnenschutz

Viele Beschäftigte arbeiten im Sommer im Freien ohne ausreichenden Sonnenschutz. Das Projekt GENESIS-UV erforscht, welchen UV-Dosen bestimmte Berufsgruppen ausgesetzt sind. 

Immer wieder ist auf Baustellen oder an anderen Arbeitsplätzen im Freien zu sehen, wie Menschen ohne geeigneten Sonnenschutz arbeiten. Das ist leichtfertig. Oft kommt die Quittung Jahre später in Form von vorzeitig gealterter, dünner, faltiger und fleckiger Haut bis hin zum Hautkrebs. Um zu beurteilen, welcher UV-Dosis Beschäftigte in unterschiedlichen Berufsgruppen ausgesetzt sind, wurde das Forschungsprojekt GENESIS-UV (von „GENeration and Extraction System for Individual expoSure“) ins Leben gerufen. Hierfür hat das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) ein spezielles Messsystem entwickelt, das die UV-Belastung direkt an einer Person misst.

Maßnahmen zum Schutz vor UV-Strahlung

Die erhobenen Daten aus dem Projekt GENESIS-UV zeigen, dass die UV-Belastung einzelner Berufsgruppen breit gefächert ist. Individuell geeignete Präventionsmaßnahmen sind also notwendig. Und diese Maßnahmen gibt es. „Neben der wissenschaftlichen Forschung können die heute bereits bekannten Präventionsmaßnahmen die schädliche Wirkung von UV-Strahlung auf Beschäftigte auf ein Minimum reduzieren“, erklärt der Leiter des Forschungsprojekts Dr. Marc Wittlich. Dazu gehören so einfache Regeln wie:

  • Direkte Sonneneinstrahlung, insbesondere zur Mittagszeit, vermeiden!
  • An bestimmten Arbeitsplätzen können Sonnensegel Schutz vor der UV-Strahlung bieten.

Hinzu kommen Maßnahmen aus dem Bereich der Persönlichen Schutzausrüstung:

  • Es gibt Aufsätze für Schutzhelme, die sowohl das Gesicht als auch Ohren und Nacken abschirmen.
  • Gut gewebte, lange Kleidung aus atmungsaktiven Textilien sowie Handschuhe können vor Sonnenbrand bewahren.
  • Freie Körperstellen sollten mit wasser- und schweißfesten UV-Schutzmitteln mit hohem oder sehr hohem Lichtschutzfaktor eingecremt werden.

Wann die UV-Strahlung am höchsten ist – Anhaltspunkt „Jahreszeitenfaktor“

Eine von zahlreichen Maßzahlen, die von GENESIS-UV bei der Berechnung der UV-Einstrahlung an Arbeitsplätzen berücksichtigt wird, ist der sogenannte Jahreszeitenfaktor. Was auffällt: Schon ab April ist die UV-Strahlung als deutlich steigend einzuschätzen. Und im Mai ist sie sogar höher zu bewerten als in dem oft sehr heißen Sommermonat August.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt GENESIS-UV finden Sie hier: www.dguv.de